Kultur
Ausstellung "Luthers Norden" auf Schloss Gottorf
Schleswig (epd). Die Ausstellung "Luthers Norden" wird jetzt im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf in Schleswig gezeigt. Zu sehen sind über 100 "hochkarätige Originale", unter anderem Alltagsgegenstände, Schriften und Gemälde. Dabei sind beispielsweise acht Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, darunter seine Portraits von Martin Luther und Philipp Melanchthon. Die Ausstellung ist bis 28. Januar 2018 zu sehen.

Die Schau wurde gemeinsam mit der evangelischen Nordkirche und dem Landesmuseum erarbeitet. Anlass ist das 500. Reformationsjubiläum. Die Ausstellung beleuchte neben den historischen Ereignissen auch die kulturelle Wirkung der Reformation in den darauffolgenden Jahrhunderten, sagte Kuratorin Uta Kuhl. Auch wenn Luther selbst nie in den Norden reiste, fielen seine Ideen hier auf besonders fruchtbaren Boden, betonte sie. Fast der gesamte Norden schloss sich der Reformation an.

Die Schau war im Mai erstmals im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald eröffnet worden und war dort bis 3. September zu sehen. Sichtbar und erlebbar gemacht werden die Wege, Personen und entscheidenden Stationen der Ausbreitung und Festigung des neuen Glaubens im Norden: In Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Pommern.

Der neue Glauben war durch Johannes Bugenhagen (1485-1558) in den Norden gebracht worden. Er war ein enger Gefährte Luthers. Nach den Worten von Kuhl habe Bugenhagen dafür gesorgt, dass die Ideen der Reformation hier eine besondere Dynamik entfalteten. Deshalb ist ein großer Teil der Ausstellung Bugenhagen gewidmet. "Herausragende Exponate aus beiden Museen und bedeutende Leihgaben großer Museen in Europa lassen das Weltereignis Reformation lebendig werden - und geben Ausblicke bis in unsere Zeit", heißt es auf der Internetseite des Museums.