Kultur
Die Kunstsammlung in Duesseldorf praesentierte am 30.06.16 die Ausstellung "Andreas Gursky - nicht abstrakt".
© epd-bild / Bernd Schaller
Wolfsburger Kunstmuseum zeigt Fotografien von Pieter Hugo
Wolfsburg (epd). Das Kunstmuseum Wolfsburg widmet dem südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo ab diesem Sonntag eine eigene Sonderausstellung. In rund 250 Stillleben und Landschaftsbildern gehe er Frage nach, wie Menschen mit kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz umgehen, teilte das Museum am Donnerstag mit. Die Ausstellung "Pieter Hugo. Between the devil and the deep blue sea" ist bis zum 23. Juli zu sehen. Die Schau ist bundesweit die erste Einzelausstellung des 1976 in Johannesburg geborenen international renommierten Fotografen.

Hugo stelle stets den Menschen in den Mittelpunkt seiner fotografischen Serien, hieß es. So zeige die Serie "Kin" (engl. Familie) ein Porträt der postkolonialen Gesellschaft Südafrikas. Dabei porträtiere Hugo Freunde, Verwandte, Farmarbeiter, ein schwules Paar, seine schwangere Frau und sich selbst mit seinem zweiten Kind. Die intimen Porträts zeigten die Menschen in all ihrer Würde und Verletzlichkeit.

Hugo, der im postkolonialen Südafrika aufwuchs, erlebte 1994 das Ende der Apartheid. Mit seiner Kamera habe er sich den Angaben zufolge durch alle sozialen Schichten nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Ruanda, Nigeria, Ghana, China oder den USA bewegt. Zu den Porträtierten zählen Obdachlose, Albinos, Aidskranke oder Schrottsammler.

Seine prägnante Bildsprache sei geprägt von eindringlicher Direktheit und Lebensnähe, hieß es. Oft stehe diese Menschlichkeit im Kontrast zur Härte der sozialen Realität, die die Menschen umgebe. Auch Hugos Landschaftsaufnahmen wirkten wie gesellschaftliche Kommentare. (6077/16.02.17)