Umwelt
Mit dem Ausleeren von mehreren Säcken Hausmüll und eines Zehn-Liter-Kanisters Gülle vor der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main hat am 4. Juni die "Initiative Ordensleute für den Frieden" (IOF) gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich demonstriert.
© epd-bild / Norbert Neetz
Studie: Bremerhaven ist Deutschlands Hausmüll-Hochburg
Bremerhaven, Leipzig (epd). Bremerhaven ist einer neuen Studie zufolge Deutschlands Hausmüll-Hochburg. Mit jährlich 347 Kilogramm Hausmüll pro Einwohner liege die Stadt rund 76 Prozent über dem Durchschnitt der befragten Kommunen, sagte am Donnerstag ein Sprecher vom Preisvergleichsportal billiger.de, das die Studie durchführte. Dabei listete das Internetportal Zahlen von rund 200 deutschen Städten sowie aller Bundesländer für das Jahr 2015 auf. Bundesweit gebe es derzeit keine aktuelleren Zahlen.

Die Studie belege außerdem, dass arme Menschen mehr Müll produzieren, hieß es. So bestehe ein statistischer Zusammenhang zwischen der Armutsquote und den Müllaufkommen je Einwohner. Besonders deutlich werde dieser Zusammenhang auch in der Ruhrgebiets-Stadt Gelsenkirchen und in Berlin.

Auf dem zweiten Platz bei der gesamten Hausmüll-Menge landeten den Angaben zufolge die Stadt Bottrop (Nordrhein-Westfalen) und der Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) mit durchschnittlich 340 Kilogramm Restmüll. Als sogenannte "Müllvermeider-Stadt" belege Konstanz mit nur 86 Kilogramm Haus-, bzw. Restmüll pro Einwohner den letzten Platz, hieß es. Im Vergleich der Bundesländer liegen Hamburg mit 279 Kilogramm Müll pro Einwohner, Berlin 247 Kilogramm und Bremen mit durchschnittlich 225 Kilogramm vorn. (3066/03.08.17)