Soziales
Jens Hilbert aus Berlin leidet an einer seltenen fortschreitenden Muskelerkrankung und hat einen Assistenzhund, der beim Verein "Hunde für Handicaps e.V." ausgebildet wurde. Foto vom 20.09.16: Jens Hilbert laesst sich von seinem Assistenzhund Aquensis die Jacke ausziehen.
© epd-bild / Rolf Schulten
Rundt will mehr Wohnungen für Menschen mit Behinderung
Hannover (epd). Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hat mehr inklusive Wohnungen für Menschen mit Behinderungen gefordert. "Wie jeder andere Mensch möchten auch Menschen mit Behinderungen möglichst selbstbestimmt in einem eigenen häuslichen Umfeld wohnen", sagte die Ministerin am Dienstag in Hannover. Obwohl in den vergangenen Jahren bereits Anstrengungen unternommen worden seien, ambulant betreute Wohnangebote in Niedersachsen aufzubauen, bestehe nach wie vor ein hoher Handlungsbedarf, betonte die Ministerin.

Die Förderung des Ausbaus ambulanter Wohnmöglichkeiten habe für sie klare Priorität gegenüber einem weiteren Zuwachs stationärer Plätze, sagte Rundt. Derzeit leben in Niedersachsen rund 25.000 Menschen mit Behinderungen in vollstationären Einrichtungen. Das Landeskabinett hatte im Januar einen Aktionsplan Inklusion beschlossen. Er hat unter anderem das Ziel, möglichst vielen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Außerdem soll damit für sie der Wohnraum durch Aus-, Um- oder Neubauten und Modernisierungen bezahlbar bleiben. (8110/18.04.17)