Ethik
Rund 6.000 Besucher in Gedenkstätte Marienborn zum Einheitstag
Fest der Begegnung mit Rundgängen und Zeitzeugen-Gesprächen
Marienborn, Helmstedt (epd). Mit einem Fest der Begegnung hat die Gedenkstätte Deutsche Teilung am früheren innerdeutschen Grenzübergang Helmstedt/Marienborn den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Zu Führungen, Zeitzeugen-Gesprächen und einem Konzert kamen am Dienstag rund 6.000 Besucher, wie die Gedenkstätte auf epd-Anfrage mitteilte.

Den Auftakt machte am Vormittag ein ökumenischer Bittgottesdienst mit rund 400 Teilnehmern. Zudem wurden geführte Rundgänge über das Gelände der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle sowie am Grenzdenkmal Hötensleben angeboten. Auch der Kommandoturm konnte bestiegen werden. Außerdem stellten sich Zeitzeugen für Interviews und Gespräche zur Verfügung.

Ein Höhepunkt des Festes war den Angaben zufolge ein Konzert des Liedermachers und Schriftstellers Stephan Krawczyk unter dem Motto "Mein Freund, der Feind, ist tot". Der 1955 im thüringischen Weida geborene Krawczyk gilt als Symbolfigur der Bürgerbewegung der DDR.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn an der Bundesautobahn 2 zwischen Helmstedt und der Ausfahrt Alleringersleben war einst die größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Allein von 1985 bis 1989 wurden hier 34,6 Millionen Reisende abgefertigt. Die Gedenkstätte wurde 1996 eröffnet und ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. (3184/03.10.17)