Ethik
Rassistischer Übergriff in Braunschweiger Straßenbahn
Braunschweig (epd). Ein 45-jähriger Mann hat am Sonntag in einer Braunschweiger Straßenbahn einer afrikanischen Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zuvor habe der alkoholisierte Täter unter anderem herumgepöbelt und den Hitlergruß gezeigt, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Die 30-Jährige sei verletzt worden und zu weiteren Untersuchungen mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Mann sei aus der gestoppten Straßenbahn geflohen, sei aber durch mehrere Zeugen verfolgt worden, die ihn an eine Polizeistreife übergaben. Der Beschuldigte habe die Körperverletzung eingeräumt, hieß es. Er sei in Polizeigewahrsam genommen worden, um weitere Straftaten zu verhindern.

Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts wies angesichts der Tat darauf hin, dass sich Betroffene aber auch Zeugen von rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt an die unabhängige niedersächsische Opferberatungsstelle "RespAct" wenden könnten. Diese berate bei Sorgen, Stresssymptomen und Ängsten nach einem Angriff. Auch biete sie die Begleitung zu Terminen bei Behörden, Anwälten, vor Gericht oder zu Ärzten an und helfe dabei Anträge, beispielsweise auf Schmerzensgeld zu stellen. (8122/18.09.17)