Ethik
Preis für Engagement für Islamische Theologie in Deutschland
Osnabrück (epd). Die Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Martina Blasberg-Kuhnke, und der langjährige Vorsitzende des muslimischen Landesverbandes Schura, Avni Altiner, sind für ihr Engagement für die Islamische Theologie in Deutschland ausgezeichnet worden. Sie erhielten den Preis am Mittwochabend anlässlich der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Instituts für Islamische Theologie in Osnabrück. Er wurde vom Institut und der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie ausgelobt.

Die Preisträger hätten sich bereits früh dafür eingesetzt, muslimische Religionslehrerinnen und -lehrer an der Universität Osnabrück auszubilden, lobte Institutsdirektor Bülent Ucar. Eine entsprechende Vereinbarung wurde 2002 geschlossen. Daraus ging der Erweiterungsstudiengang "Islamische Religionspädagogik" hervor, der im Wintersemester 2007/2008 startete.

Mit der Gründung des Instituts für Islamische Theologie im Jahre 2012 wurden die ersten regulären Bachelorstudiengänge Islamische Theologie sowie Islamische Religion (Lehramt) eingeführt. Mittlerweile werden dort Islamische Theologe auch für den Master sowie Religionslehrer für alle Schulformen ausgebildet.

Demnächst soll das Angebot um den Studiengang "Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft" erweitert werden, kündigte Ucar an. Geforscht werde dann auch zu Grundfragen der Theologie in der muslimischen Wohlfahrtsarbeit und zur Professionalisierung der Strukturen in den Moscheegemeinden. "Mit diesen Arbeiten leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer plural verfassten und toleranten Gesellschaft." (6058/26.04.18)