Kirche
Themenfoto Kirchenvorstandswahl
© epd-bild / Steffen Giersch
Niedersächsische Kirchen starten Kampagne zur Kirchenwahl
Hannover (epd). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen haben am Freitag eine gemeinsame Kampagne zur Werbung für die Kirchenvorstandswahlen in landesweit mehr als 2.000 Gemeinden gestartet. Unter dem Motto "Kirche mit mir" solle die Kampagne dazu ermutigen, für die ehrenamtlichen kirchlichen Leitungsgremien zu kandidieren, und für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung sorgen, sagte Kirchensprecher Johannes Neukirch. In allen fünf evangelischen Kirchen in Niedersachsen wird am 11. März kommenden Jahres gewählt.

Dabei werden dabei in der braunschweigischen und hannoverschen Landeskirche die Kirchenvorstände bestimmt, in der oldenburgischen Kirche und schaumburg-lippischen Landeskirche die Gemeindekirchenräte und in der reformierten Kirche die Kirchenräte oder Presbyterien. Die Wahl der kirchlichen Leitungsgremien findet alle sechs Jahre statt.

"Es gibt Gemeinden, in denen es schwer ist, genügend Kandidaten zu finden", sagte Neukirch. Bei den letzten Wahlen 2012 sei in einigen wenigen Gemeinden eine ordentliche Wahl nicht möglich gewesen, weil nicht genügend Bewerber zusammengekommen waren. Das Motto "Kirche mit mir" solle auch betonen, dass die kirchliche Zukunft von der Mitbestimmung ihrer Mitglieder abhänge und die ehrenamtlichen Leitungsgremien eine hohe Bedeutung hätten. Die Kirchenvorstände, Gemeindekirchenräte oder Presbyterien leiten zusammen mit den Pastorinnen und Pastoren die Gemeinden und sind unter anderem für Gebäude, Ländereien, Friedhöfe oder Kindertagesstätten zuständig.

Die Kirchen werben mit der Internetseite www.kirchemitmir.de, auf Facebook und Instagram sowie mit Materialpaketen, die sie an die Gemeinden geschickt haben, für die Wahlen. Dabei geht es Neukirch zufolge auch darum, die rund 2,9 Millionen Gemeindemitglieder zur Wahlbeteiligung aufzurufen. Bei den Wahlen 2012 lag diese niedersachsenweit bei gut 18 Prozent. Erstmals dürfen bei den Kirchenwahlen in fast allen niedersächsischen Gemeinden auch schon 14-jährige Kirchenmitglieder wählen. Die oldenburgische, die braunschweigische und die hannoversche Landeskirche haben das Wahlalter von zuvor 16 Jahren um zwei Jahre herabgesetzt. (1173/01.09.17)