Umwelt
Schweinzuechter Friedrich Luehrs (Lührs, 58, li.), seine Frau Christine (50) und Sohn Armin (25) am 25.06.15 in einem ihrer Schweinestaelle im niedersaechsischen Diepholz.
© epd-bild / Uwe Lewandowski
Landwirte wollen Ausgleichszahlungen für Stromautobahn
Hannover (epd). Die in Niedersachsens Landvolk zusammengeschlossenen Bauern wollen mit einer landesweiten Trecker-Demonstration am Montag (15. Mai) auf ihnen drohende Schäden durch die Südlink-Stromtrasse hinweisen. Gleichzeitig würden mit der Protestaktion Ausgleichszahlungen für die betroffenen Grundbesitzer angemahnt, sagte Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr am Donnerstag in Hannover. Der vom Gesetzgeber beschlossene Vorrang für das Erdkabel befriede zwar die gesellschaftliche Diskussion über die Energiewende. Die Erdverkabelung werde aber stärker in die Lebensgrundlagen der direkt betroffenen Land- und Forstwirte sowie aller anderen Landnutzer eingreifen als Freileitungen, erklärte Löhr.

Die Landwirte wollen am Montagabend nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtete Schlepper an der geplanten Trasse abstellen. Die Traktoren-Demo solle verdeutlichen, wie gravierend die Planungen sich auf die Höfe und die betroffenen Grundeigentümer auswirkten, sagte Löhr. Nach seinen Angaben haben alle vom vermutlichen Verlauf der Südlink-Trasse betroffenen Kreisverbände im Landvolk zu dieser Aktion aufgerufen. Südlink ist die Bezeichnung eines von den Netzbetreibern Tennet und TransnetBW geplanten Korridors zum Bau von Hochspannungsleitungen. Sie sollen unter anderem die vorrangig im Norden der Bundesrepublik aus Windrädern gewonnene elektrische Energie in die südlichen Regionen von Deutschland bringen. (1137/11.05.17)