Ethik
Kommunen in Niedersachsen hissen Flaggen gegen Atomwaffen
Hannover, Göttingen (epd). Rund 240 "Bürgermeister für den Frieden" in Deutschland wollen am 7. Juli Flaggen gegen Atomwaffen hissen und sich so für eine friedliche Welt einsetzen. In Niedersachsen und Bremen beteiligen sich etwa 15 Verwaltungschefs an der Aktion, wie das Bündnis "Mayors for Peace" mitteilte. Das Netzwerk fordere mit dem Flaggentag einen endgültigen Verzicht auf Atomwaffen.

Vor 21 Jahren, am 8. Juli 1996, hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag festgestellt, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Mit dem Hissen ihrer Flagge erinnern die "Mayors for Peace" an diese völkerrechtliche Verpflichtung. In Niedersachsen machen unter anderem Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hannover, Salzgitter und Uelzen bei der Aktion mit. Auch kleinere Städte wie Achim und Neustadt am Rübenberge wollen sich daran beteiligen.

Dieses Jahr starten die Aktionen zum Flaggentag bereits am 7. Juli. An diesem Tag gehen in New York die Verhandlungen von rund 130 Nichtnuklearstaaten über ein Atomwaffenverbot zu Ende. Die Atomwaffenstaaten bleiben diesen Verhandlungen fern, ebenso Deutschland. (9074/29.06.17)