Ethik
Im Koelner Stadtteil Deutz fanden am 31.07.16 die ersten Demonstrationen aus Anlass des vereitelten Militaerputsches in der Tuerkei statt. Zeitgleich zur Pro-Erdogan-Veranstaltung startete ein Demonstrationszug der rechtsextremen Partei "Pro NRW" durch die Koelner Innenstadt.
© epd-bild / Meike Boeschemeyer
Goslarer wollen gegen rechten Aufmarsch demonstrieren
Goslar (epd). Das Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus hat für diesen Sonnabend zu Protesten gegen einen zeitgleichen Aufmarsch der Partei "Die Rechte" aufgerufen. Bei der Kundgebung des Bündnisses am Bahnhof sind unter anderem Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) und Landrat Thomas Brych (SPD) als Redner angekündigt. Auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften und Vereinen kämen zu Wort, teilte das Bündnis mit.

"Die Rechte" will unter dem Motto "Unser Signal gegen Überfremdung" demonstrieren. Die Veranstaltung solle den Boden für den "Tag der Deutschen Zukunft" am 2. Juni 2018 in Goslar bereiten, hieß es. Goslar ist als ehemalige Reichsbauernstadt für die rechte Szene ideologisch interessant. Ihr Feindbild ist zudem Oberbürgermeister Junk, der mehrfach öffentlich für den Zuzug von Asylbewerbern geworben hatte. Nach ihrer Kundgebung in Goslar wollen die Rechtsextremisten zu einem "Vortragsabend und Liederabend" in Bad Harzburg weiterziehen. Die Stadt Goslar und die Polizei kündigten für Sonnabend wegen der Demonstrationen Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen an. (0093/10.08.17)