Umwelt
Ein Bestattungsinstitut in Heidenau (Sachsen) bietet an seiner Aussenwand seine Dienstleistungen an: "Bestattungen und Erledigung aller Formalitaeten, erreichbar Tag und Nacht" ( Foto vom 24.05.2013).
© epd-bild / Rainer Oettel
Frauen werden für Pflanzaktionen ausgezeichnet
Hann. Münden, Kr. Göttingen (epd). Für ihren Einsatz nach dem großen Sturm "Quimburga" im Jahr 1972 ehrt das Forstamt Münden (Kreis Göttingen) Frauen aus Südniedersachsen und Südhessen. Diese "Kulturfrauen" hätten damals unzählige neue Bäume auf Kahlflächen gepflanzt und die Flächen gepflegt, teilten die Niedersächsischen Landesforsten am Donnerstag mit.

Zu der Feier am Internationalen Tag der Wälder (21. März) haben die Landesforsten 28 "Kulturfrauen" eingeladen. Neben ihnen sollen dann auch Fotos und Filme an die Zeit der großen Kahlschläge und Wiederaufforstungen nach 1945 erinnern.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hatte eine erste Generation der "Kulturfrauen" allein in Niedersachsen etwa 24 Millionen kleiner Bäume gepflanzt und so riesige Kahlflächen wieder aufgeforstet. Das Motiv einer knienden Frau, die eine Eiche pflanzt, war jahrzehntelang auf der Rückseite der 50-Pfennigstücke zu sehen.

Das Orkantief "Quimburga" war am 13. November 1972 über West- und Mitteleuropa gezogen und hatte in England, Belgien, den Niederlanden und Norddeutschland schwere Schäden angerichtet. Mindestens 73 Menschen kamen ums Leben, bei den Aufräumarbeiten in Niedersachsen starben erneut 22 Personen. (9196/09.03.17)