Kultur
Erzählfestival präsentiert Geschichten aus aller Welt
Hannover (epd). Die evangelische Markuskirche in Hannover öffnet ab dem 26. Oktober wieder ihre Bühne für Erzählkünstler. Beim 20. "Festival der Erzählkunst" sind dort bis zum 5. November Geschichten aller Art zu hören: traditionelle Stoffe ebenso wie improvisierte Erzählungen aus dem Stehgreif, wie die Veranstalter mitteilten. Auch der 500. Reformationstag am 31. Oktober steht dort ganz im Zeichen des Erzählens: Dann gibt es in der Kirche einen "märchenhaften Familiengottesdienst".

Bereits am 28. Oktober geht das Publikum bei einem "Hör Ma(h)l" mit dem "Beatboxer" und Geräuschartisten Sebastian Fuchs und der Erzählerin Christine Lander auf eine "abenteuerliche Odyssee" durch Stimmwellen und Stimmungen. Am 29. Oktober öffnet in der Kirche ein "Erzählcafé", bei dem jedermann zehn Minuten lang frei erzählen kann, was ihn oder sie gerade beschäftigt. In einer "Erzählnacht" am 4. November geht es um "Frieden - im Einklang mit sich und der Welt", wobei die Geschichten mit brasilianischen Rhythmen, Tanz und Theater aufgelockert werden.

Neu im Programm ist ein Studientag über "Heilsames Erzählen". Dabei können Mitarbeiter aus pädagogischen, pflegenden und heilenden Berufen erfahren, wie sich Märchen mit allen Sinnen darstellen lassen. Die Erzählkünstlerin Jana Raile aus Neustadt in Holstein erläutert, wie sich Geschichten einsetzen lassen, um Begegnung und Bewegung sowie die persönliche Entwicklung und die Sprache zu fördern.

Die 1906 in neoromanischem Stil errichtete Markuskirche ist eine von vier "Kulturkirchen" der hannoverschen Landeskirche. Dort findet seither ein regelmäßiges Kulturprogramm statt, zu dem auch das Erzählfestival gehört. Weitere Kulturkirchen sind die Martin-Luther-Kirche in Emden, die als "Literaturkirche" dienende St.-Jakobi-Kirche in Hildesheim und die Pauluskirche in Bremerhaven. (4164/04.10.17)