Umwelt
Bildungsorganisationen qualifizieren Geflüchtete für Umweltberufe
Osnabrück, Göttingen (epd). Mehrere Umwelt- und Bildungsorganisationen in Niedersachsen wollen gemeinsam Geflüchtete für Umweltberufe qualifizieren. In einem ersten Pilotprojekt haben 56 Personen an mehrtägigen Kompaktseminaren und einem Mentorenprogramm teilgenommen, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt am Dienstag mit. Acht von ihnen hätten mittlerweile ein Studium, einen Job, eine Ausbildung oder ein längerfristiges Praktikum begonnen. Die Stiftung unterstützte das Vorhaben mit 125.000 Euro.

Die Teilnehmer hätten Informationen zu den Themen Energie, Wasser, Abwasser und Landwirtschaft sowie berufsrelevante Grundinformationen zu deutscher Sprache und Kultur erhalten, hieß es. Ihnen sei verdeutlicht worden, wie die Berufsfelder in Deutschland strukturiert seien und welche Perspektiven sich für sie ergeben könnten. Interessierte hätten zuvor ein abgeschlossenes Asylverfahren, einen Bildungsabschluss und fortgeschrittene Deutschkenntnisse vorweisen müssen.

Zu den Projektpartnern gehörten unter anderem das Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen, die Katholische Landvolkhochschule Oesede, die Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring bei Göttingen und die Historisch-Ökologische Bildungsstätte in Papenburg. Als sehr hilfreich habe sich zudem die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen und mit der Arbeitsvermittlung herausgestellt, sagte Ulrich Witte von der Umweltstiftung. Die Partner wollten das Konzept weiter verfolgen und etwa auf die Berufsfelder Hauswirtschaft und Gastronomie ausdehnen. (9085/19.09.17)