Umwelt
Betreiber: Bau eines neuen Asse-Schachtes dauert noch Jahre
Remlingen, Salzgitter (epd). Der Bau eines neuen Schachtes im Atommülllager Asse wird sich nach Betreiber-Angaben über Jahre hinziehen. Für die Bauzeit seien etwa sieben Jahre zu veranschlagen, sagte die Sprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Monika Hotopp, am Montag dem Evangelischen Pressedienst.

Der künftige Schacht Asse V ist eine Voraussetzung für die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Bergwerk. Bislang werden Personen und Material über den Schacht II in die Tiefe oder an die Erdoberfläche transportiert. Außerdem gibt es noch einen kleinen Schacht für Notfälle.

Im Jahr 2015 hatten Erkundungsbohrungen an einem möglichen Standort für den neuen Schacht begonnen. Hotopp zufolge sind diese Bohrungen aber noch nicht abgeschlossen und ausgewertet. Vor einem Baubeginn sei dann noch ein Genehmigungsverfahren notwendig. Wie lange dieses dauere, müsse die BGE mit der Bergbehörde abstimmen.

In das ehemalige Salzbergwerk Asse wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit radioaktiven Abfällen eingelagert. Weil die Grube voll Wasser zu laufen droht, sollen die Fässer nach Möglichkeit an die Oberfläche geholt werden. Der Betrieb des Atommülllagers war Anfang Mai vom Bundesamt für Strahlenschutz auf die BGE übergegangen. (5100/15.05.17)