Umwelt
Bauernverband fordert spezielle Wolfsgebiete
Oldenburg (epd). Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert die Einrichtung von Wolfszonen in Deutschland und Umsiedlung von Wolfsrudeln aus Problemgebieten. "Wir müssen Gebiete und Regionen definieren, wo der Wolf verträglich ist und die für die Wiederansiedlung geeignet sind", sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken der in Oldenburg erscheinenden Nordwest-Zeitung (Donnerstag). Flächen mit intensiver Weidetierhaltung oder vom Menschen dicht besiedelte Gebiete seien als Lebensraum für Wölfe ungeeignet. Um die Ausbreitung der Tiere einzudämmen und sie aus solchen Gebieten fernzuhalten, könne "auch die Entnahme ganzer Wolfsrudel notwendig werden".

Der Wolf vermehre sich in Deutschland schneller, als es für seine Erhaltung notwendig sei. "Es muss anerkannt werden, dass eine flächendeckende und unkontrollierte Ausbreitung in Deutschland nicht tolerierbar ist", sagte Krüsken. "Wir müssen uns von der Wolfsromantik verabschieden und das Tabu brechen, das bisher in Sachen Bestandsregulierung geherrscht hat." Um einheitliche Definitionen für Wolfsgebiete zu schaffen, sei auch der Bund in der Koordinierung gefragt, sagte Krüsken. Die Länder seien aber in erster Linie für das Wolfsmanagement zuständig. (5024/05.10.17)