Kultur
Ein Bestattungsinstitut in Heidenau (Sachsen) bietet an seiner Aussenwand seine Dienstleistungen an: "Bestattungen und Erledigung aller Formalitaeten, erreichbar Tag und Nacht" ( Foto vom 24.05.2013).
© epd-Bild/Rainer Oettel
Ausstellung zeigt Bestattungskultur vor 4.000 Jahren
Wolfenbüttel, Göttingen (epd). Das Braunschweigische Landesmuseum stellt von diesem Freitag an am Standort Wolfenbüttel in einer Sonderausstellung Bestattungssitten der sogenannten Glockenbecherkultur im Braunschweiger Land vor. Die Besucher erhielten Einblicke in religiöse Praktiken und den Umgang mit Verstorbenen, wie sie vor 4.000 Jahren ausgeübt wurden, teilte das Museum mit. Die Glockenbecherkultur aus dem ausgehenden 3. Jahrtausend v. Chr. ist nach ihren typischen glockenförmigen Bechern so benannt.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet eine Grabgruppe aus Schöningen (Kreis Helmstedt), die im Dezember 2000 in einem Tagebau entdeckt wurde. Sie stellt bis heute das einzige bekannte Gräberfeld der Glockenbecherkultur in Niedersachsen dar. Neben originalen Funden aus Schöningen und Objekten aus Einzelgräbern dieser Epoche aus dem Braunschweiger Land werden zwei rekonstruierte Bestattungen gezeigt. So könnten Besucher "in die religiöse Welt vor 4.000 Jahren eintauchen", hieß es.

Bei der Konzipierung der Ausstellung "Stück für Stück ins Grab. Abschied vor 4.000 Jahren" halfen Studierende der Göttinger Universität. Das Seminar für Ur- und Frühgeschichte und die Ethnologischen Sammlung in Göttingen stellten Exponate für die Schau zur Verfügung. (9080/09.03.17)