Umwelt
Atomkraftgegner fordern Aus für Uranfabriken in Gronau und Lingen
Lingen, Gronau (epd). Atomkraftgegner fordern Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, die Urananreicherungsanlage in Gronau (Nordrhein-Westfalen) und die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) schnellstmöglich stillzulegen. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die hiesigen Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zu Recht stillgelegt werden, die Risikoreaktoren im benachbarten Ausland jedoch aus Gronau und Lingen mit Uranbrennstoff weiterbeliefert werden", sagte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in Bonn am Montag.

Die Initiativen begrüßten, dass die Bundesumweltministerin das Thema offensichtlich rasch angehen wolle. Nach Medienberichten prüft die Ministerin, ob Lieferungen von angereichertem Uran aus Gronau für nicht sichere Atomanlagen im Ausland untersagt werden können und darüber hinaus die Möglichkeit einer generellen Stilllegung besteht. Die Initiativen kritisieren schon lange, dass es für die Uranfabriken in Gronau und Lingen bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt. In Lingen sind am 26. April und am 9. Juni Protestaktionen geplant. (9175/09.04.18)