Soziales
Sozialhilfeausgaben in Rheinland-Pfalz um sechs Prozent gestiegen
Bad Ems (epd). Die Ausgaben für Sozialhilfe in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent gestiegen. Die öffentliche Hand im Land gab dafür 1,41 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz am 28. Juli in Bad Ems mitteilte. Dies seien 78 Millionen Euro mehr als im Vorjahr gewesen. Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre seien die Ausgaben für Sozialhilfe im Land um 59 Prozent gestiegen. Im Jahr 2006 betrugen sie noch 890 Millionen Euro.

Den Löwenanteil an der Sozialhilfe macht nach Angaben des Statistikamts die Eingliederungshilfe für Behinderte aus. Auf sie entfallen 61 Prozent der Ausgaben, die von der Stadt beziehungsweise dem Kreis sowie dem Land getragen werden. Weit zurück liegen die beiden anderen größeren Ausgabenposten der Sozialhilfe, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 18 Prozent und die Hilfe zur Pflege mit 14 Prozent. Die Hilfe zum Lebensunterhalt betrug nur 3,7 Prozent, hat im Zehnjahresvergleich allerdings mit 152 Prozent am stärksten zugenommen.

Regional gibt es große Unterschiede. Die kreisfreien Städte mussten höhere Sozialausgaben mit durchschnittlich 443 Euro je Einwohner schultern als die Landkreise mit 314 Euro je Einwohner. Die höchsten Sozialausgaben je Einwohner hatte im vergangenen Jahr die Stadt Pirmasens mit 614 Euro, gefolgt von Zweibrücken mit 511 Euro und Trier mit 506 Euro je Einwohner. Die niedrigsten Sozialausgaben hatte der Rhein-Pfalz-Kreis mit 222 Euro, gefolgt von Germersheim mit 235 Euro und dem Westerwaldkreis mit 255 Euro je Einwohner.

Internet: www.statistik.rlp.de

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