Kirche
Sieben katholische Bistümer eröffnen Datenschutzstelle in Frankfurt
Frankfurt a.M., Mainz (epd). Sieben katholische Bistümer auf dem Gebiet der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland haben eine gemeinsame Datenschutzstelle mit Sitz in Frankfurt am Main eröffnet. Die gemeinsame Einrichtung soll für alle kirchlichen Einrichtungen in den Diözesen Mainz, Limburg, Fulda, Trier, Speyer und Rottenburg-Stuttgart und im Erzbistum Freiburg zuständig sein, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 4. Januar. Als katholische Datenschutzbeauftragte wird die Juristin Ursula Becker-Rathmair die neue Stelle leiten, die zuvor als Justiziarin für das Bistum Erfurt tätig war.

Auch für katholische Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen und Behinderteneinrichtungen werde die kirchliche Datenschutzstelle zuständig sein, sagte Becker-Rathmair dem Evangelischen Pressedienst (epd). In ihrem neuen Amt werde sie auf Probleme beim Umgang mit persönlichen Daten hinweisen und Beschwerden nachgehen. Gegenüber allen katholischen Einrichtungen kann die Datenschutzstelle auch Anordnungen erlassen.

In der Vergangenheit wurden Datenschutzfragen von den katholischen Bistümern eigenständig bearbeitet. Die neue Stelle in Frankfurt wird eine von bundesweit fünf zentralen Einrichtungen. Auch die katholischen Bistümer in Nord- und Ostdeutschland sowie in Nordrhein-Westfalen und Bayern haben eine entsprechende Kooperation beschlossen.

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