Kultur
Lichtkunst-Ausstellung "Luminale" mit neuem Konzept
Frankfurt a.M. (epd). Die 9. Lichtkunst-Ausstellung "Luminale" vom 18. bis 23. März geht mit einem neuen Konzept an den Start. Sie verbindet die Themen Licht und Kunst mit einer Debatte über die Gestaltung der dynamisch wachsenden Metropole Frankfurt am Main, wie die Stadt am 5. Januar mitteilte. Um die Existenz des Festivals langfristig zu sichern, sei die Stadt auch dem 2017 gegründeten Verein Luminale beigetreten. Zudem habe Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) für die Ausstellung im März die Schirmherrschaft übernommen.

"Das neue Konzept kommt bei Künstlern aus aller Welt und in der Stadtgesellschaft außerordentlich gut an. Die Öffnung für gesellschaftliche Fragestellungen schärft das Profil unserer Stadt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung", erklärte Feldmann.

Insgesamt sollen in diesem Jahr in den fünf Festival-Kategorien Art, Solutions, Study, Community und Better City rund 120 Projekte und Aktionen realisiert werden. Das neue Konzept habe viele Standorte bewogen, sich zum ersten Mal an der Luminale zu beteiligen, sagte Isa Rekkab, Leiterin des Luminale-Projektbüros. Dazu gehörten unter anderem die Alte Oper, das Atelier Frankfurt und die Westend-Synagoge.

So lasse etwa das italienische Designstudio Karmachina die Fassade der Alten Oper in neuem Licht erstrahlen, berichtete Rekkab. Eine zehnminütige Video-Mapping-Show erzähle die Geschichte des Konzerthauses in fünf Kapiteln - von der Gründung im 19. Jahrhundert über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis zum Wiederaufbau in den 1970er Jahren. Ein 3D-Sound-System unterstütze das multimediale Erlebnis.

Die Installation an der Alten Oper sei eines von mehreren Projekten des sogenannten Licht-Spaziergangs ("Light walk"), der die Spielstätten in der Innenstadt auf einem fußläufigen Weg zu einer "großen Galerie der Lichtkunst" verbinde. Der Parcours erstrecke sich über rund 3,5 Kilometer im Zentrum der Stadt.

Auch die Europäische Zentralbank nehme 2018 wieder an der Luminale teil, ergänzte Rekkab. Die Fassade ihres Hauptgebäudes werde als Fläche für eine von Streetart und Graffiti inspirierte Oberflächenbeleuchtung des Bremer Künstlerkollektivs "Urbanscreen" dienen. Mit dabei sei auch die evangelische Alte Nikolaikirche am Römerberg 11. Dort präsentiere die Trierer Designerin Simone Rduch ihre Installation "Five".

In der Halle 414 (Gwinnerstraße 42) stellt die Frankfurter Fotografin Natalie Färber ihr fotografisches Projekt "in motion" vor, das Bewegungsabfolgen eines improvisierenden Jazzmusikers beim Spielen sichtbar macht.

Zu den Höhepunkten der Luminale 2016 zählten die Projektionen am Eurotower am Willy-Brandt-Platz, an der ältesten Filiale der Deutschen Bank am Rossmarkt sowie die tanzenden Leuchtbuchstaben im Innern der evangelischen Kirche Sankt Katharinen an der Hauptwache.

Mit rund 200.000 Besuchern zählt die Luminale zu den größten Veranstaltungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main. Zeitgleich zur internationalen Fachmesse "Light + Building" findet das Lichtfestival alle zwei Jahre statt. Begründet wurde die Luminale im Jahr 2002 durch die Messe Frankfurt, die seither das Festival fördert.

Internet: www.luminale-frankfurt.de

epd lmw ds all

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