Ethik
Kirchen und Landesregierung fordern Ethik für Digitalisierung
Wiesbaden, Altenstadt (epd). Die evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer in Hessen sowie die hessische Landesregierung haben bei einem Spitzentreffen am 11. April in Altenstadt eine Ethik für Herausforderungen der Digitalisierung gefordert. Die Entwicklung des Internets habe eine Verrohung der Sprache und Diskriminierung im Schutz der Anonymität hervorgebracht, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Für die "anthropologische und kulturelle globale Revolution" der digitalen Weltvernetzung müssten Staat und Kirchen Antworten finden.

Hinsichtlich der künstlichen Intelligenz und des automatisierten Lernens stünden ethische Fragen an, die bislang noch gar nicht hinreichend erforscht seien, sagte der katholische Limburger Bischof Georg Bätzing. Entscheidungen, die wie bei sozialen Medien im Internet mittels automatisierter Verfahren (Algorithmen) getroffen würden, müssten nachvollziehbar und erklärbar sein. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, betonte die Bedeutung der Bildung. "Es wird wichtig sein, Organisationen und Institutionen zu haben, die verlässlich und glaubwürdig Informationen prüfen, bewerten und einordnen", fügte Jung an.

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