Kirche
"Hoffnung für Osteuropa" nimmt Rumänien in den Blick
Frankfurt a.M., Wiesbaden, Kassel (epd). Die beiden evangelischen Landeskirchen in Hessen eröffnen die diesjährige Spendenaktion "Hoffnung für Osteuropa" am 5. März in Wiesbaden. Die Aktion stehe unter dem Motto "Zeichen der Solidarität in Europa", sagte die Referentin für die Hilfsaktion, Birgit Hamrich, in Frankfurt am Main dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sie solle vor allem das Bewusstsein dafür schärfen, dass auch 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs dieser Teil Europas immer noch auf Solidarität und Unterstützung angewiesen sei. Seit 2015 wird die Aktion abwechselnd auf dem Gebiet der hessen-nassauischen und der kurhessischen Kirche eröffnet. 2016 wurde sie in Gelnhausen gestartet.

Ein besonderes Augenmerk in diesem Jahr gelte der schwierigen sozialen Situation in Rumänien, das trotz seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Union für viele noch immer ein "weißer Fleck" sei, sagte Hamrich. Über die Situation vor Ort werde Ortrun Rhein, Direktorin des Alten- und Pflegeheimes Carl Wolff in Hermannstadt (rumänisch: Sibiu) berichten. Auf ihre Initiative hin sei dort das erste Kinderhospiz des Landes mit zehn Plätzen gegründet worden. Das Geld dafür sei von "Hoffnung für Osteuropa" in Württemberg, aus Bayern und dem Bund gekommen.

Die Aktion wird am 5. März um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Lutherkirche eröffnet. Die Predigt hält der Propst für Süd-Nassau, Oliver Albrecht. In die Arbeit der Aktion führt die kurhessische Dezernentin für Ökumene, Ruth Gütter, ein. Anschließend wird Ortrun Rhein über ihre Tätigkeit in Sibiu sprechen. Das Spendenaufkommen in Hessen-Nassau im Jahr 2015 betrug nach den Angaben von Hamrich rund 48.000 Euro, in Kurhessen-Waldeck kamen im selben Jahr 32.000 Euro zusammen.

Nach den Worten von Propst Albrecht wollen die hessischen Kirchen mit der Aktion "Brücken bauen und Türen öffnen". Dies sei "in Zeiten, da andere Mauern bauen und Türen zuschlagen, notwendiger denn je". Albrecht nannte das Kinderhospiz in Sibiu ein "vorbildliches Projekt. Es gehöre zu "unserem evangelischen Auftrag", die dort lebenden Kinder mit ihren Geschwistern und Eltern nicht alleine zu lassen.

Im Anschluss an den Gottesdienst stellen Initiativgruppen, Kirchengemeinden und kirchliche Werke ihre Projekte und Arbeitsschwerpunkte in verschiedenen osteuropäischen Ländern vor. Vertreten sind auch Hilfsinitiativen wie das "Gustav-Adolf-Werk", der "Evangelische Bund" und "Zeichen der Hoffnung" mit dem Schwerpunkt deutsch-polnische Versöhnungsarbeit.

"Hoffnung für Osteuropa" wurde 1994 als Antwort auf den tiefgreifenden Wandel in den Ländern des ehemaligen Ostblocks ins Leben gerufen. Die Aktion versteht sich nach eigenen Angaben als Anwältin für die Menschen, die besonders unter den Folgen der Neustrukturierung der Gesellschaften Osteuropas zu leiden haben. "Hoffnung für Osteuropa" will Hilfe zur Selbsthilfe leisten und fördert deshalb den Aufbau langfristiger Strukturen in der Kirche und in der Diakonie.

Spendenkonto: Gesamtkirchenkasse der EKHN, Evangelische Bank, IBAN: DE27 520 604 10 000 41 000 00, BIC: GENODEF1EK1, Stichwort: «Hoffnung für Osteuropa».

Internet: www.ekhn.de, www.ekkw.de

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