Kultur
Ein Besucher betrachtet das Gemälde "Weinende Frau" des norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944).
© epd-bild / Thomas Rohnke
Frankfurter Schirn zeigt Edvard Munchs unbekannte Seite
Frankfurt a.M. (epd). Die Frankfurter Kunsthalle Schirn bietet vom 9. Februar bis 13. Mai eine neue Sicht auf das Schaffen des norwegischen Malers und Grafikers Edvard Munch (1863-1944). Die Ausstellung «Edvard Munch - Der moderne Blick» rücke das wenig erforschte Spätwerk bis 1944 in den Vordergrund, sagte Direktor Max Hollein am 8. Februar bei der Pressevorbesichtigung. Die Schau beweise, dass er auch ein Künstler des 20. Jahrhunderts gewesen sei. Munch gilt als Wegbereiter des Expressionismus.

Im Zentrum der Frankfurter Ausstellung steht die Auseinandersetzung des Künstlers mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder zeitgenössischen Bühnenbildern. In der Schau werden 60 Gemälde, 20 Arbeiten auf Papier, 50 Fotografien in Originalabzügen und vier Filme zu sehen sein. Es wird auch gezeigt, wie Munch ein und dasselbe Sujet in Zeichnungen, in der Fotografie, der Malerei, der Grafik und sogar der Bildhauerei verarbeitet hat.

Die Ausstellung «Edvard Munch. Der moderne Blick» in der Frankfurter Kunsthalle Schirn entstand in Zusammenarbeit mit dem «Centre Pompidou - Musée national d'art moderne» in Paris und dem Munch-Museum in Oslo. Im Anschluss wird sie vom 28. Juni bis 12. Oktober 2012 in der Tate Modern in London präsentiert. Zu der Eröffnung am Mittwochabend wird die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit erwartet.

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