Kultur
Eine Besucherin der Ausstellung "George Condo. Mental States" in der Frankfurter Kunsthalle Schirn betrachtet das Gemälde "The Chinese Woman" (2001).
© epd-bild / Thomas Rohnke
Frankfurter Schirn präsentiert George Condos «Seelenzustände»
Frankfurt a.M. (epd). Die Frankfurter Kunsthalle Schirn präsentiert vom 22. Februar bis 28. Mai eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Malers und Bildhauers George Condo. Zu sehen seien 66 Gemälde und zehn Skulpturen aus den vergangenen 28 Jahren, sagte Direktor Max Hollein am 21. Februar bei der Pressevorbesichtigung. Die Ausstellung «George Condo. Mental States» wurde organisiert von der Hayward Gallery in London in Zusammenarbeit mit der Schirn. Sie war zuvor in New York, Rotterdam und London zu sehen.

Der 1957 in Concord, New Hampshire, geborene Künstler habe eines der provokantesten, kühnsten und fantasievollsten Werke der zeitgenössischen Malerei geschaffen, würdigte Hollein. Seine Gemälde und Skulpturen beschäftigten sich mit der Physiognomie und den verschiedenen Geistes- und Seelenzuständen des Menschen. Seine makabren, witzigen und karikaturhaften Arbeiten stünden in enger Verbindung zu den Traditionen der amerikanischen und europäischen Malerei der vergangenen fünf Jahrhunderte.

George Condo studierte ab 1976 Kunstgeschichte und Musiktheorie an der University of Massachusetts in Lowell. Zwei Jahre später brach er das Studium ab und verdingte sich anschließend als Plakatmaler, Siebdrucker in Andy Warhols «Factory» und als freischaffender Künstler. Neben Keith Haring und Jean-Michel Basquiat hatte Condo maßgeblichen Einfluss auf die Kunstszene des New Yorker East Village der 1980er-Jahre. In Deutschland stellte er erstmals 1984 in Köln aus.

epd lmw ds