Kultur
Frankfurter Museumsuferfest macht Kinder zu Ehrengästen
Frankfurt a.M. (epd). Das Museumsuferfest in Frankfurt am Main verbindet vom 25. bis 27. August wieder sommerliche Festivalatmosphäre mit Kunst, Kultur und Kulinarischem aus aller Welt. In 23 Museen, auf 17 Bühnen und an 500 Ständen an beiden Ufern des Mains werde ein umfangreiches Programm mit Ausstellungen, Inszenierungen, Projekten und Konzerten geboten, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am 26. Juli. Zu einem der "größten und vielfältigsten Kulturfestivals in Europa" würden wie in den Vorjahren rund zwei Millionen Gäste erwartet.

Vor dem Hintergrund der islamistischen Anschläge von Würzburg, Ansbach und Berlin sei ein ähnlich umfangreiches und kostspieliges Sicherheitspaket geschnürt worden wie im Vorjahr, sagte Feldmann. Schon jetzt sei absehbar, dass die Kosten dafür nicht refinanziert werden könnten. Klar sei aber auch, dass es wegen der hohen Sicherheitsvorkehrungen keine Abstriche am Programm geben werde.

Da das angefragte Ehrengastland Frankreich seinen Auftritt abgesagt habe, werde es in diesem Jahr viele Ehrengäste geben, "nämlich unsere Kinder", kündigte Feldmann an. Hierfür entstehe auf einer Fläche am nördlichen Mainufer eine "Kinder-Kultur-Wiese" mit großer Bühne, Puppentheater sowie vielen Mitmachangeboten. Weiterhin sei für die Jüngsten eine Schnitzeljagd durch die Frankfurter Ausstellungshäuser geplant. Jedes Museum habe den Kindern eine knifflige Aufgabe gestellt. Für die richtigen Antworten winkten Preise.

Überdies erhielten in diesem Jahr während des Museumsuferfestes alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre freien Eintritt, ergänzte Feldmann. Alle privatgeführten Museen hätten sich dazu bereiterklärt. Die städtischen Museen können Kinder und Jugendliche bereits seit Anfang dieses Jahres kostenlos besuchen.

Das Bühnenprogramm auf der "Kinder-Kultur-Wiese" reiche von Clownerie über Jonglage bis Zauberei, berichtete Thomas Feda, Geschäftsführer der Frankfurter Tourismus+Congress GmbH. Erwartet würden auch die Kindermusikstars Detlev Jöcker und Volker Rosin. Das Frankfurter Kichererbsen-Theater präsentiere sein Stück "Erzähl mal, Eule" und die Stromer aus Darmstadt zeigten "Den Waschlappendieb". Als Sponsor für das Kinderprogramm sei der Wild- und Freizeitpark Eifelpark aus Gondorf gewonnen worden.

Auch die Museen bieten eine Reihe von Schmankerln. So ist etwa im Archäologischen Museum die Ausstellung "Steinzeitkinder. Kleine Jäger und Sammler" zu sehen. Im "Bibelhaus Erlebnis Museum" kann man die Sonderausstellung "Luther, Tinte, Teufel - Das verbotene Buch" anschauen, eine orientalische Teestube besuchen oder kostenlos im Lutherbibel-Velotaxi fahren. Daneben locken wieder die Antiquariatsmeile im Museum Giersch der Goethe-Universität, die Kunsthandwerkermeile am Sachsenhäuser Ufer sowie das "Festival der Komik" am Weckmarkt.

Seit 1998 präsentiert das Institut für Stadtgeschichte auf dem Museumsuferfest das Musikfestival "Klang im Karmeliterkloster". In der ältesten erhaltenen Klosteranlage der Stadt bieten prominente Künstler und Newcomer auf historischen Instrumenten halbstündige Klassikkonzerte an.

Ebenfalls seit 1998 beteiligen sich die evangelische und die katholische Kirche mit einer Orgelmeile und seit 2000 mit einer Chormeile an dem Kulturevent. Fester Bestandteil ist auch eine zweitägige Regatta von Drachenbooten auf dem Main. Den funkelnden Abschluss des Festes bildet traditionell ein Musikfeuerwerk am Sonntagabend. In diesem Jahr beginnt es bereits um 22 Uhr.

Erwachsene können die 23 teilnehmenden Museen während der drei Festtage für sieben Euro Eintritt besuchen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kommen kostenlos mit. Der Museumsuferfest-Button ist in den Museen und in den Tourist-Informationen am Hauptbahnhof und am Römer erhältlich.

Internet: www.museumsuferfest.de

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