Kultur
Eva Menasse hält Laudatio auf Friedenspreisträgerin
Frankfurt a.M. (epd). Die österreichische Autorin Eva Menasse hält die Laudatio auf Margaret Atwood, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt wird. Die 1970 in Wien geborene und in Berlin lebende Schriftstellerin stehe für "eine politisch und gesellschaftlich engagierte Autorenschaft ein", teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 9. August in Frankfurt am Main mit. Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 15. Oktober in der Frankfurter Paulskirche verliehen.

Menasse war nach ihrem Germanistik- und Geschichte-Studium als Redakteurin tätig, unter anderem für das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ihr Debütroman "Vienna", in dem sie mit den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln eine Epoche schildert, erschien 2005. Danach veröffentlichte sie den Erzählungsband "Lässliche Todsünden" (2009), den Roman "Quasikristalle" (2013) und den Erzählband "Tiere für Fortgeschrittene" (2017).

Die Preisträgerin, die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood (77), gilt als wichtigste und erfolgreichste Autorin Kanadas. Ihre Romane, Kurzgeschichten, Essays, Gedichte, Theaterstücke, Dreh- und Kinderbücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Mit Salman Rushdie führt sie seit Mai dieses Jahres eine Kampagne des internationalen Schriftstellerverbands PEN an, die verfolgte und von Zensur bedrohte Menschen unterstützen soll.

Internet: www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

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