Soziales
Digitalisierung für Krankenhäuser schwer finanzierbar
Kassel/Kiel (epd). Krankenhäuser haben es laut einer Studie der Evangelischen Bank (EB) schwer, Vorhaben für Digitalisierungsprojekte zu finanzieren. Dies hätten 84 Prozent der 51 Krankenhäuser erklärt, die hierzu im Frühjahr und Sommer dieses Jahres befragt wurden, teilte die Bank am 5. Oktober in Kassel mit. Zudem ärgerten sich die Krankenhäuser, dass die Zinsen für Kredite in diesem Bereich höher seien als bei der klassischen Immobilienfinanzierung.

"Die Ergebnisse der Studie erwecken den Eindruck, dass Banken und Krankenhäuser beim Thema Digitalisierung noch in verschiedenen Welten leben", kommentierte Christian Ferchland, Vorstandsmitglied und Gesundheitsmarktexperte der EB, das Ergebnis der Studie. Werde die Digitalisierung aber nicht vorangetrieben, drohe der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Wichtig sei es daher, dass Banken die Krankenhäuser auch über alternative Finanzierungsformen wie Anleihen oder Schuldscheindarlehen aufklärten, so die EB. Solche Finanzprodukte würden von den Krankenhäuser bisher so gut wie gar nicht in Anspruch genommen. Auch beim Angebot digitaler Bankprodukte sei nur wenig Fortschritt zu verzeichnen. Lediglich das online-Banking werde intensiv genutzt. Nur etwa jedes vierte befragte Krankenhaus nutze hingegen ein digitales Postfach oder digitale Zahlungsdienste wie PayPal oder PayDirekt.

Internet: www.eb.de

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