Kultur
Briefe von Frank Wedekind in Online-Datenbank
Darmstadt, Mainz (epd). Die Korrespondenz des Dramatikers und Lyrikers Frank Wedekind (1864-1918) wird digitalisiert und in einer Online-Datenbank zugänglich gemacht. 3.200 bislang größtenteils unveröffentlichte Briefe von und an Wedekind habe die Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind mit Sitzen in Darmstadt und Mainz zusammengetragen, teilten die Hochschule Darmstadt und die Universität Mainz am 19. Oktober mit. Wedekind sei als bedeutender Autor der literarischen Moderne bestens vernetzt gewesen mit den Avantgarde-Schauspielern und -Autoren seiner Zeit, etwa mit Heinrich und Thomas Mann.

Die beteiligten Literaturwissenschaftler und Informatiker wollen den Angaben zufolge eine digitale "Kritische Edition der Briefe von und an Frank Wedekind" aufbauen. Inhalte seien Briefe, Postkarten und Telegramme, die transkribiert und kommentiert würden. Die Datenbank solle Nutzern vielfältige Suchmöglichkeiten bieten. So könnten Beziehungen zwischen Wedekinds literarischem Schaffen und seiner Korrespondenz aufgespürt werden. Darüber hinaus könne die Datenbank für die biografische Geschichtsschreibung, die Briefforschung und die Geschichtsschreibung der Jahrhundertwende bedeutsam sein, sagte die Leiterin der Editions- und Forschungsstelle in Mainz, Ariane Martin.

Das Projekt startet 2018 zum hundertsten Todesjahr des Autors. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für zunächst drei Jahre mit 750.000 Euro gefördert.

Internet:
Betaversion der digitalen Edition: http://briefedition.wedekind.h-da.de
Frank-Wedekind-Gesellschaft Darmstadt: www.frankwedekind-gesellschaft.de

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