Kirche
Architekturpreis für neues Gebäude von Evangelischer Akademie Frankfurt
Frankfurt a.M. (epd). Das neue Gebäude der Evangelischen Akademie Frankfurt gehört zu den zehn ansprechendsten Bauten der vergangenen fünf Jahre in Frankfurt, Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis. Für die Planung und Realisierung des rund acht Millionen Euro teuren Projekts am Römerberg 9 wurden am 16. März der Evangelische Regionalverband und das Architekturbüro Meixner-Schlüter-Wendt (beide Frankfurt) mit der "Martin-Elsässer-Plakette" des Bundes Deutscher Architekten im Lande Hessen ausgezeichnet, wie der Vorsitzende Wolfgang Dunkelau dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Mit der undotierten Plakette würden die architektonische Leistung und die städtebauliche Einbettung gewürdigt.

Unter den prämierten Bauten sind auch der Neubau des Historischen Museums, das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, das Stadthaus am Markt (alle Frankfurt) sowie die Hafenschule Offenbach und der neue Zentrale Busbahnhof am Freiheitsplatz in Hanau. Zugelassen waren Bauten, die zwischen Januar 2013 und Januar 2018 fertiggestellt wurden und ihren Standort in den Städten Frankfurt, Offenbach oder den Landkreisen Offenbach und Main-Kinzig haben. Insgesamt hätten sich 51 Projekte um die 20 mal 20 Zentimeter große Plakette beworben, sagte Dunkelau. Die Plaketten würden an den zehn prämierten Gebäuden angebracht.

Der Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, Thorsten Latzel, zeigte sich erfreut über die Ehrung. Das neue Akademiegebäude stehe für eine "kreative und sensible Fortschreibung der Architektursprache der 50er Jahre". Es sei ein "Ort der Transparenz und Vielschichtigkeit". Je nach Tageszeit und Standort des Betrachters schimmere die gläserne Hülle in den unterschiedlichsten Farben.

Das Akademiegebäude war von Juni 2015 bis Mai 2017 erweitert und im August des vergangenen Jahres feierlich eröffnet worden. Das auf Säulen stehende, dreistöckige Gebäude gegenüber dem fast zeitgleich fertiggestellten Historischen Museum und der Alten Nikolaikirche fällt mit seinem steilen Satteldach und seiner Glashülle ins Auge. Die auf das Glas gedruckten Ornamente von Rauten und Andreaskreuzen wurden von dem benachbarten 50er-Jahre-Haus übernommen und stellen eine optische Verbindung zu dem Fachwerk des Hauses Wertheim auf der anderen Seite her.

Internet: www.bda-frankfurt.de

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