Kirche
Neuer Grund für Kircheneintritte: Christliche Position zeigen
Nürnberg/München (epd). Religion spielt in der Gesellschaft eine größere Rolle: Für immer mehr Menschen ist das offenbar ein Grund, in die Kirche einzutreten. Die verunsichernde Weltlage bringe immer häufiger Menschen dazu, mit einem Kircheneintritt zu zeigen, dass sie für christliche Werte stehen, sagte die Leiterin der Münchner Eintrittsstelle, Pfarrerin Sabine Bleise-Donderer, in Nürnberg vor der Herbstversammlung des bayerischen Pfarrer- und Pfarrerinnenvereins.

Rund ein Fünftel der Männer und Frauen, die zu ihr kommen, würden diese Motivation nennen. Eine gleiche Entwicklung beobachteten die Kollegen in Nürnberg. Nach Ansicht von Bleise-Donderer tragen dazu auch die gemäßigten Muslime bei, die neu ins Land gekommen seien. "Sie zeigen, dass Religion ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist", andere wollten sich daher auch mit ihrer Religion positionieren.

Der Zahl von Austritten aus der evangelischen Kirche in Bayern im vergangenen Jahr von etwa 24.000 standen etwa 3.000 Eintritte gegenüber, erklärte die Pfarrerin. In den Kircheneintrittsstellen in München und Nürnberg seien in den rund zehn Jahren ihres Bestehens insgesamt etwa 3.400 Menschen in die Kirche eingetreten. Häufigster Grund für die Eintretenden: Sie wollten "dazugehören". Wiederum andere befänden sich an einem "Wendepunkt ihres Lebens", sagte Bleise-Donderer, wollten kirchlich heiraten oder ihre Kinder taufen lassen. (00/3100/09.10.2017)

epd lbm jo cr