Kirche
Markus Söder verlässt die evangelische Landessynode
München (epd). Der designierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will seine Arbeit in der bayerischen evangelischen Landessynode niederlegen. Dieser Entschluss sei schweren Herzens gefallen, sagte Söder im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Doch seine zeitlichen Verpflichtungen erlaubten es ihm kaum mehr, eine Synode von Anfang bis zum Ende zu besuchen. Die Tagungen des Kirchenparlaments finden zweimal im Jahr an wechselnden Orten in Bayern statt und dauern vier Tage.

Die Synode sei für ihn ein Ort der Entschleunigung, der geistigen Erbauung und vieler spannender Diskussionen über den Glauben gewesen, sagte Söder weiter. Insgesamt ist dem Nürnberger Protestanten sein Glaube wichtig, denn er gebe ihm "Kraft und Halt". In schwierigen Stunden helfe einem Gottvertrauen. "Ich finde, die christliche Botschaft ist die modernste der Welt. Nirgendwo anders steht, dass jemand, der nicht der Beste, Schnellste oder Schönste ist, genauso angenommen wird als Mensch."

Die christliche Ethik verpflichte, sich um die zu kümmern, denen es nicht so gut geht, sagte Söder weiter. "Christen zeigen besonderen Respekt für die Würde des Menschen." Deswegen wolle er die Zahl der Hospiz- und Palliativplätze in Bayern verdoppeln. Außerdem wolle er ein Bayerisches Pflegegeld einführen, damit Menschen, die zuhause von den Angehörigen gepflegt werden, in ihren eigenen vier Wänden bleiben können. "Zur Würde gehört auch, im Alter mit seiner Familie leben zu können", betonte Söder. (00/0247/25.01.2018)