Kultur
Landesausstellung 2018 will "Mythos Bayern" veranschaulichen
München, Ettal (epd). Die Bayerische Landesausstellung 2018 nimmt nun auch offiziell immer deutlichere Konturen an: Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) und das Haus der Bayerischen Geschichte haben Details zum Inhalt der Ausstellung in Kloster Ettal bekanntgegeben. Projektleiterin Margot Hamm versprach den Besuchern unter anderem einen Pavillon, der "Einblick in den Kopf von König Ludwig II." geben wird: In einem eigens errichteten Holzbau im Garten des Klosters soll ein Panorama die Schloss-Pläne des "Märchenkönigs" im Voralpenland anschaulich darstellen - darunter auch nie umgesetzte Ideen wie ein byzantinischer Palast.

Neben Ludwig II. werden laut Hamm der Wald des Alpenvorlands, Landschaftsmalerei und das Bild der "bayerischen Gemütlichkeit" eine große Rolle spielen. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Begriff des "Freistaats" spielen: Dieser habe zunächst einen "Staat frei von Monarchie und Ständen" gemeint. Mittlerweile stehe er eher für ein eigenwilliges Bayern. Die Schau soll - neben dem Pavillon - im Südflügel des Kloster Ettal auf circa 1.500 Quadratmeter Platz finden. Die Eröffnung ist für den 3. Mai 2018 geplant. Derzeit befinde man sich den Vorbereitungen "im Plan", versicherte der Direktor des Bayerischen Hauses der Geschichte, Richard Loibl.

Die Landesausstellung in Ettal ist Teil eines groß angelegten Jubiläumsprogramms im Jahr 2018. Bayern feiere kommendes Jahr "100 Jahre Freistaat" und "200 Jahre Verfassungskultur", betonte Spaenle: "Wir wollen das Bewusstsein schärfen für das demokratisch verfasste Bayern". Der Freistaat wolle sich diesem Thema auch nach dem Jubiläum weiter verstärkt widmen, kündigte der Minister an. (2229/17.07.2017)

epd lbm nau cr