Kultur
Kunstprojekt "Blauer Kiosk" zum Lutherjahr in Fürth
Fürth (epd). Mit dem Kunstprojekt "Reformkiosk" will ab diesem Sonntag (5. März) ein Kunstteam in Fürth Grundgedanken der Reformation sichtbar machen und zur Diskussion stellen. Bei Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Installationen und Gottesdiensten stehen die Worte "Wandel", "Begegnung", "Spiritualität" und "Freiraum" im Zentrum, teilen die Veranstalter der Fürther Auferstehungskirche mit.

So widmet sich beispielsweise eine Sprachinstallation von Petra Annemarie Schleifenheimer und Roland Glaser Luthers Sprache und seinem Bemühen, dem Volk "aufs Maul zu schauen". Dem setzen die Künstler mit der "WortWand" ein Denkmal, an der zu erfahren ist, was die Menschen in Fürth im Jahr 2017 denken.

Die Künstlerin Johanna Klose wird mit Hilfe von Gemeindemitgliedern Altäre gestalten. Sie sollen bis zum 30. April entstehen. "Die Zeichnung meiner Großmutter, als sie auf dem Sterbebett lag, das erste Kuscheltier, das mir meine Patin geschenkt hat, eine Locke vom ersten Haarschnitt meiner Tochter…", solche Gegenstände, die Menschen "heilig" geworden sin, könnten auf den Altären präsentiert werden, so Klose. Zusätzliche Fundstücke, Gegenstände, Fotos und Texte dürften im Verlauf der Ausstellung hinzukommen.

"Wir wollen Menschen erreichen, die sonst vielleicht einen Bogen um die Kirche machen würden", erklärt Mitorganisatorin Sirka Schwartz-Uppendieck. Auf ihren Spaziergängen werden die Fürther nun eben im Stadtpark auf den leuchtend blauen "Reformkiosk" stoßen, der in einer Sichtachse zur Auferstehungskirche steht. Bis zum 31. Oktober werden hier Interviews geführt, Menschen sollen ins Gespräch kommen, Fragen stellen und Antworten finden, eigene Thesen formulieren und anschlagen, erklären die Veranstalter. (00/0622/28.02.2017)

epd lbm jo cr