Kirche
Krankenhausseelsorger treffen sich zu Bundeskongress in München
München (epd). Mehr als 400 evangelische und katholische Krankenhausseelsorger treffen sich kommende Woche (15. bis 17. März) zu ihrem ersten ökumenischen Bundeskongress in München. Die Konferenz befasse sich mit Praxis und Zukunft der Krankenhausseelsorge, dem Dialog mit der Wissenschaft sowie der Vernetzung der verschiedenen Disziplinen im Gesundheitswesen, teilten bayerische Landeskirche und Münchner Erzbistum mit. Die Tagung steht unter dem Titel "Ich war krank und ihr habt mich besucht - Auftrag, Vernetzung, Perspektiven".

Die Seelsorge im Gesundheitswesen treffe "heutzutage auf komplexe medizinische Systeme, weitverzweigte Versorgungsstrukturen und spezifische Anforderungen", schreibt der Münchner Erzbischof Reinhard Marx in seinem Grußwort. Zugleich gehöre die Zuwendung zu den Kranken zum ureigenen Auftrag der Christen. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm betonte, Seelsorge sei eine "Kernaufgabe und Kernkompetenz der Kirche".

Eröffnet wird der Kongress am Mittwochabend mit einem Podiumsgespräch zur Seelsorge von Kranken und Sterbenden. Teilnehmer sind unter anderem der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery. Der Soziologe Armin Nassehi von der LMU München hält ein Impulsreferat.

Am Donnerstag und Freitag finden zahlreiche Workshops und Sitzungen - etwa zu den Themen "Spiritual Care", "Krankenhaus als Lernort von Kirche", "Rolle der Seelsorge bei medizinethischen Fragestellungen" oder "Zwischen Star Wars und Heidi - Klinikseelsorge mit Kindern und Jugendlichen". Veranstalter ist das Erzbistum München und Freising, Kooperationspartner sind unter anderem die EKD und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband. (01/0733/08.03.2017)

epd lbm cr as