Kirche
Kirchlicher Dienst: Verkäuferinnen Weihnachtsruhe gönnen
Nürnberg/München (epd). Für geschlossene Geschäfte am Heiligen Abend spricht sich der Leiter des evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda), Johannes Rehm, aus. Der Pfarrer sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), am 24. Dezember sollten Supermärkte und andere Läden nicht öffnen.

In Bayern und vielen anderen Bundesländern suchten besonders Supermärkte ein rechtliches Schlupfloch für Ladenöffnungen am vierten Adventssonntag, der in diesem Jahr mit dem Heiligen Abend zusammenfällt, kritisierte Rehm. Auch Verkäuferinnen und Verkäufer hätten ein Recht, sich in Ruhe auf Weihnachten zu freuen und vorzubereiten, erklärte er. "Das Weihnachtsgeschäft ist für die Handelsbeschäftigten keine stade Zeit, sondern Stress pur, mit langen Arbeitszeiten auch am Abend und am Samstag".

Er begrüße es, "dass große Lebensmitteldiscounter wie Aldi, Lidl und Norma das Sonntagsshopping am 24. Dezember bereits abgesagt haben", sagte Rehm, daran sollten sich andere Händler ein Beispiel nehmen. Nach seiner Ansicht würde sich eine Öffnung der Filialen kaum lohnen. Fast 90 Prozent der Bevölkerung lehnten einer Umfrage nach die Ladenöffnung am vierten Adventssonntag ab.

In Bayern dürfen wie in den meisten Ländern die Läden am 24. Dezember für drei Stunden öffnen. Aus Rücksicht auf die Gottesdienste müssen diese spätestens um 14 Uhr schließen. Dies gilt auch für Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Rheinland-Pfalz hat die Ladenöffnungszeit exakt auf 11 bis 14 Uhr festgelegt.

Der kda engagiert sich in der bayerischen Sonntagsallianz für die Bewahrung der Sonn- und Feiertage. Mit der Internet-Petition "Der Sonntag muss frei bleiben!" sammelt sie noch Unterschriften bis zum Sonntag, 17. Dezember, dem 3. Advent. (00/3414/09.11.2017)

epd lbm jo dsq