Kultur
Augsburger Friedensfest wird immaterielles Kulturerbe
München (epd). Vom Augsburger Friedensfest über die bayerische Schafshaltung bis zur Zoiglkultur: Zwölf Traditionen werden in diesem Jahr in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Neuaufnahmen spiegeln die "vielfältige Bandbreite der immateriellen Schätze im Freistaat wider", teilte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag nach der Ministerratssitzung mit.

Zu den Neuaufnahmen gehören das Augsburger Friedensfest, die Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land, die bäuerlichen Gemeinschaftswälder im Steigerwald und die traditionelle Baukultur im Altmühljura. Diese vier sind auch nominiert, um in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen zu werden.

Außerdem werden ins Bayerische Landesverzeichnis aufgenommen: die Agnes Bernauer Festspiele Straubing, die traditionelle Dörrobstherstellung und Baumfelderwirtschaft im Steigerwald, das Drechslerhandwerk, die Fürther Michaeliskirchweih, die Nürnberger Epitaphienkultur, das Wirken der Nürnberger Naturhistorischen Gesellschaft, die Oberpfälzer Zoiglkultur und die bayerische Schafhaltung.

Das Augsburger Friedensfest wird seit 1650 jedes Jahr am 8. August gefeiert. Die Protestanten bekamen damals nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges die Religionsfreiheit zurück. Zum 300. Jubiläum des Festes im Jahr 1950 wurde der 8. August ein gesetzlicher Feiertag. Er gilt nur für das Stadtgebiet Augsburg, was der Stadt bundesweit die meisten Feiertage beschert. (00/0841/13.03.2018)

epd lbm cr as