Eine Passage der Neujahrspredigt der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischöfin Margot Käßmann, in der Dresdner Frauenkirche hat Kritik, aber auch Zustimmung gefunden. Im Folgenden sind Meldungen aus der epd-Berichterstattung zur Kontoverse um die Äußerungen der Ratsvorsitzenden sowie Web-Links zu friedensethischen Stellungnahmen der evangelischen Kirche, darunter auch das "Evangelische Wort zu Krieg und Frieden in Afghanistan" vom 25. Januar, dokumentiert.
In der PREDIGT am Neujahrstag sagte Käßmann:
"Nichts ist gut in Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht, dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet werden. Das wissen die Menschen in Dresden besonders gut! Wir brauchen
Menschen, die nicht erschrecken vor der Logik des Krieges, sondern ein klares Friedenszeugnis in der Welt abgeben, gegen Gewalt und Krieg aufbegehren und sagen: Die Hoffnung auf Gottes Zukunft gibt mir schon hier und jetzt den Mut von Alternativen zu reden und mich dafür einzusetzen. Manche finden das naiv. Ein Bundeswehroffizier schrieb mir, etwas zynisch, ich meinte wohl, ich könnte mit weiblichem Charme Taliban vom Frieden überzeugen. Ich bin nicht naiv. Aber Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden in Afghanistan. Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen. Das kann manchmal mehr bewirken als alles abgeklärte Einstimmen in den vermeintlich so pragmatischen Ruf zu den Waffen. Vor gut zwanzig Jahren haben viele Menschen die Kerzen und Gebete auch hier in Dresden belächelt…."
Den vollen Wortlaut der Predigt lesen Sie hier.
FRIEDENSETHISCHE STELLUNGNAHMEN
Friedensdenkschrift der EKD (2007)
EKD-Synoden 2008, 2007, 2001.
Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen.
Ein evangelisches Wort zu Krieg und Frieden in Afghanistan (25. 1.2010)
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