Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Kliniken sind am Mittwoch in Düsseldorf fortgesetzt worden. Der Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Athanasios Drougias, sagte, bislang zeichne sich dabei noch kein Ergebnis ab. Rund 17.000 Mediziner in 185 Krankenhäusern legten am Mittwoch die Arbeit nieder. In Frankfurt am Main demonstrierten rund 3.000 Klinik-Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet für einen eigenen Ärzte-Tarifvertrag und höhere Gehälter.
Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, kündigte an, die Streiks würden fortgesetzt, "bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist". Die Ärzte müssten international vergleichsfähige Gehälter bekommen, auch bei den Arbeitszeiten und Bereitschaftsdiensten müsse die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände zu einer akzeptablen Regelung bereit sein.
Auf Transparenten hieß es unter anderem: "Arztsein - vom Traumjob zum Jobtrauma", "Mittlerweile werden Ärzte auch aus Liebe geheiratet" und "Im Krankenhaus ausgelaugt und mies bezahlt - wir wehren uns".
Die Ärzte streiken seit dem 26. Juni. Am Montag waren die Tarifverhandlungen nach längerer Pause wieder aufgenommen worden. Der Marburger Bund lehnt einen von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit den kommunalen Arbeitgebern ausgehandelten Tarifvertrag für alle Krankenhaus-Beschäftigten ab. (09600/16.8.2006)
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