Fachdienst
Personalien aus der Sozialbranche

Irene Wolf (56) ist die neue Chefin des Instituts für berufliche Aus- und Fortbildung (IBAF) in Rendsburg. Damit leitet zum ersten Mal eine Frau das größte Bildungsinstitut der Diakonie in Norddeutschland. Die Einrichtung besteht seit 20 Jahren. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau und einem Lehramtsstudium bildete sich Wolf in den Bereichen Organisationsentwicklung, Beratung und Umsetzung von Veränderungsprojekten sowie Qualitätsmanagement weiter. Sie war Regionalleiterin des Jobcenters in Nordfriesland. Zudem hatte sie einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg. Beim IBAF betreuen 80 Mitarbeiter und über 300 Honorardozenten jährlich 3.500 Teilnehmende. Darüber hinaus betreibt es staatlich anerkannte Schulen in den Bereichen Pflege, Sozialpädagogik und Logopädie sowie die Gehörlosen-Fachschule in Rendsburg.

Lucie Veith (61) ist am 16. Oktober in Berlin mit dem "Preis für das Engagement gegen Diskriminierung" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ausgezeichnet worden. Der undotierte Preis würdigt Veiths Einsatz für die Anerkennung intersexueller Menschen und deren Schutz vor unfreiwilligen medizinischen Eingriffen. Veith leitet das Kompetenzzentrum für intersexuelle Menschen in Niedersachsen und koordiniert die bundesweite Peer-to-Peerberatung, einer Beratung von intersexuellen Experten für intersexuelle Menschen. Zudem leitet Lucie Veith die Personalunion der Bundesgeschäftsstelle des Vereins Intersexuelle Menschen und deren Geschäftsstelle im Landesverband Niedersachsen.

Markus Rud (9) ist am 16. Oktober in Hannover mit dem Johanniter-Juniorenpreis des Johanniterordens ausgezeichnet worden. Der Junge aus dem nordhessischen Korbach hatte im vergangenen Herbst seinen damals zweijährigen Bruder, der leblos in einem Swimming-Pool lag, mit telefonischer Hilfe des Notrufs wiederbelebt. Der Preis würdige auch das "beispielhafte Zusammenwirken von einem jungen Ersthelfer mit der Rettungsleitstelle", hieß es. Der Johanniter-Juniorenpreis wird seit 2003 für Nachwuchsretter bis zu einem Alter von 18 Jahren vergeben und ist mit einem Sachpreis honoriert.

Christoph Lohfert, Hamburger Medizin-Ingenieur und Stifter, ist tot. Er starb am 7. Oktober wenige Tage nach seinem 80. Geburtstag in der Hansestadt. 2010 hatte er die Christoph Lohfert Stiftung mit dem Ziel gegründet, die Arzt-Patienten-Kommunikation zu verbessern und den Patienten in den Mittelpunkt der medizinischen Versorgung zu rücken. Zu diesem Zweck rief er 2013 den mit 20.000 Euro dotierten Lohfert-Preis ins Leben, der am 20. September zum fünften Mal in seiner Anwesenheit verliehen wurde. Lohfert hat über 40 Jahre lang zahlreiche medizinökonomische Projekte begleitet und die Organisation vieler Hochschulkliniken geprägt. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Peter Lohfert baute er das Institut für Funktionsanalyse im Gesundheitswesen mit Sitz in Hamburg und Kopenhagen auf.

Stefan Schmidt (76) bleibt Schleswig-Holsteins Flüchtlingsbeauftragter. Die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und die Abgeordneten des SSW votierten am 13. Oktober dafür, die Amtszeit um weitere sechs Jahre zu verlängern. Die Abgeordneten der AfD stimmten dagegen. Der ehemalige Kapitän des Flüchtlingsrettungsschiffes "Cap Anamur" hatte das beim Landtag angesiedelte Amt im Oktober 2011 angetreten.

Jeanne Turczynski, Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk, und Claas Relotius vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sind am 16. Oktober in Bonn für ihre Reportagen mit dem Katholischen Medienpreis ausgezeichnet worden. Turczynskis Beitrag "Risiko Spätabbruch. Eine Entscheidung zwischen Leben und Tod" erhielt den Preis in der Kategorie "Elektronische Medien". Ihre Reportage über Abtreibung zeige an vier konkreten Fällen, in welche Gewissenskonflikte werdende Eltern angesichts immer genauer werdender Frühdiagnosen bei Schwangerschaften geraten, erklärte die Jury. In der Kategorie "Printmedien" ging die Auszeichnung an Relotius. Seine Reportage "Königskinder" erzählt von dem Schicksal eines syrischen Geschwisterpaares. Die Jury lobte, dass er in seinem Werk hinter das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei blicke. Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert. Der Katholische Medienpreis wird seit 2003 jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten und dem Katholischen Medienverband verliehen.

Andreas Bornmüller (53) bleibt Aufsichtsratsvorsitzender der Inneren Mission München, die zur Diakonie München und Oberbayern gehört. Der Aufsichtsrat der Inneren Mission wählte Bornmüller am 17. Oktober in München erneut zum Vorsitzenden, er behält die Position für vier weitere Jahre. Zu seinem Stellvertreter wurde Peter Gleue gewählt.