Fachdienst
Personalien aus der Sozialbranche
Die frühere Hamburger Diakoniechefin Annegrethe Stoltenberg wird neue Ombudsfrau für Flüchtlinge, die in Hamburg Beschwerden loswerden wollen. Die 67-Jährige soll das Ehrenamt am 1. Juli für die Dauer von zwei Jahren übernehmen. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) kündigte am 24. April in der Hansestadt an, die ehemalige Diakoniepastorin werde das Ombudsamt übernehmen. Der Senat habe sich mit dem Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen auf ein tragfähiges Konzept verständigt. Stoltenberg war von 2000 bis zum 2013 Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Hamburg.

Michael Bartels, Vorsteher des Pommerschen Diakonievereins in Greifswald, ist am 26. April mit dem Wichernpreis für wissenschaftliches Arbeiten ausgezeichnet worden. Der Theologe erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für seine Doktorarbeit "Diakonie zwischen Verkirchlichung und Verweltlichung des Christentums". Zwei Sonderpreise gehen an Annette Noller (Ludwigsburg) zu "Diakonat und Kirchenreform" und an Tobias Braune-Krickau (Marburg), der über "Diakonie als Ort religiöser Erfahrung" geforscht hat. Sie sind mit je 1.000 Euro dotiert. Der Hauptpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist vom 2015 verstorbenen Theologieprofessor Alfred Jäger (Bielefeld-Bethel) gestiftet worden. Der Namenspatron, Johann Hinrich Wichern (1808-1881), gründete im 19. Jahrhundert die Innere Mission der evangelischen Kirche, aus der die heutige Diakonie hervorgegangen ist.

Christian Fuhrmann (46), Diplom-Kaufmann, verlässt den Vorstand der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) und scheidet dort am 31. Juli aus. Er wechselt als neuer Kaufmännischer Vorstand in die Geschäftsleitung der Nieder-Ramstädter Diakonie. Fuhrmann gehört seit Juli 2007 dem Vorstand der EZVK in Darmstadt an und ist dort verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlagen, Finanz- und Rechnungswesen sowie Zentrale Dienste. Der Diplom-Kaufmann und gelernte Bankkaufmann leitete zuvor seit 1998 die Abteilung Kapitalanlagen.