Fachdienst
Personalien aus der Sozialbranche
Marie Juchacz, SPD-Politikerin der Weimarer Republik und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO), bekommt ein Denkmal. Es steht am Berliner Mehringplatz in Kreuzberg und soll am 18. August eingeweiht werden. Dazu wird auch SPD-Chef Martin Schulz erwartet. Unweit des Platzes war bis 1933 die Zentrale und die Wohlfahrtsschule der Arbeiterwohlfahrt (AWO) untergebracht. Das Denkmal wurde zu einem großen Teil aus Spenden finanziert. Juchacz (1879 - 1956) gründete die AWO und war von 1919 bis 1933 deren Vorsitzende. Bis zur Machtübernahme der Nazis blieb sie als führende Sozial- und Frauenpolitikerin der SPD Mitglied des Reichstags.
 
Claudia Nickel ist die neue jugendpolitische Referentin im evangelischen Haus kirchlicher Dienste in Hannover. Die 30-Jährige hat ihre Stelle am 15. August angetreten. Unter anderem übernimmt sie die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aejn) in Niedersachsen, zu der elf Mitgliedsverbände gehören. Außerdem wird Nickel bei Projekten der Landesjugendkammer und im Landesjugendpfarramt mitarbeiten. Die studierte Politologin leitete zuletzt für vier Jahre das kirchliche Projekt "Europa ist hier!", das den Dialog zwischen Jugendlichen und der EU verbessern will.
 
Martin Dulig (SPD), Sachsens stellvertretender Ministerpräsident, nimmt an der Aktion "Perspektivwechsel" der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen teil. Er wird in diesem Rahmen am 21. August in einer Chemnitzer Einrichtung für Behinderte mitarbeiten. Sachsens Gleichstellungs- und Integrationsministerin PetraKöpping (SPD), ist am 24. August für einen Tag in einer Kindertagesstätte in Markranstädt tätig. Mit dem "Perspektivwechsel" solle "der Blick dafür geschärft werden, was soziale Arbeit täglich leistet". Die Teilnehmer haben laut Wohlfahrtspflege die Chance, "eine andere Perspektive einzunehmen und gleichzeitig die soziale Vielfalt in Sachsen kennenzulernen".
 
Sonja Loges, Krebsforscherin aus Hamburg, erhält vom Europäischen Forschungsrat (ERC) für ein Projekt zur Eliminierung von Tumorzellen aus dem Knochenmark einen sogenannten ERC Starting Grant. Der Preis dient der Förderung von wichtigen Grundlagenforschungen. Loges, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeitet, erhält in den kommenden fünf Jahren insgesamt 1,5 Millionen Euro. Ziel des neuen Forschungsprojekts ist es, mit Hilfe von immuntherapeutischen Ansätzen Tumorzellen zu bekämpfen, die nach einer Behandlung im Knochenmark verblieben sind. Loges erhielt 2016 die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).