Debatte
Mehr als eine Pflichtübung
Wie die Fernsehsender auf die Türkei blicken
Frankfurt/M. (epd). Pünktlich zum Jahrestag des Putsches hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan klar gestellt, dass er eine vom Parlament beschlossene Wiedereinführung der Todesstrafe bewilligen würde. Garniert hat Erdogan dies unter dem Jubel seiner Anhänger mit verbalen Gewaltfantasien: "Wir werden diesen Verrätern den Kopf abreißen." Im ZDF-"Heute-Journal" lautete die Übersetzung "abschlagen", was weniger martialisch klingt, aber auf dasselbe hinausläuft.

Man möchte am liebsten nichts mehr sehen und hören von dem Autokraten vom Bosporus. Aber daraus kann leider nichts werden. Beinahe jeden Tag trifft eine neue Hiobsbotschaft ein. Außerdem: Der Ausnahmezustand in der Türkei hat auch erhebliche Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima in Deutschland, wo drei Millionen Menschen türkischer oder kurdischer Abstammung leben. Und im Nahen und Mittleren Osten kommt der Türkei eine Schlüsselrolle zu. Dass die Türkei also ein Schwerpunkt deutscher Auslandsberichterstattung sein muss, versteht sich von selbst.

Relevanz zählt nicht

Jenseits von Nachrichten und Talkshows findet die allerdings meist nur an den Programmrändern statt. Das war aus Anlass des Putsch-Jahrestags nicht viel anders, aber ein besonders starkes Stück leistete sich das ZDF: Die "Auslandsjournal"-Dokumentation von Luc Walpot, immerhin der Leiter des ZDF-Studios in Istanbul, platzierte der Sender um 1.10 Uhr in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli. Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass heutzutage Fernsehen nicht mehr von jedem linear konsumiert wird, dass die diversen Wiederholungen weitere Zuschauer erreichen und dass Walpot mit Beiträgen und Auftritten etwa im "Heute-Journal", bei "Dunja Hayali" und "Aspekte" vertreten war, war das ein bedenkliches Signal. Das ZDF beschäftigt sich auf seinem Primetime-Platz für Dokumentationen ("ZDFzeit") am Dienstagabend vornehmlich mit Königshäusern und Produkttests. Deutlicher kann man nicht offenbaren, dass bei der Programmplatzierung allein Quote zählt, nicht Relevanz.

Das andere Extrem bediente Arte: Der deutsch-französische Sender stapelte am Dienstag gleich vier Dokumentationen, drei davon in Erstausstrahlung, aufeinander. Arte hatte sich ein solches Überangebot an den Themenabenden eigentlich abgewöhnt. Ob Binge Watching im Dokumentarischen wirklich Sinn macht, wäre vielleicht mal ein schönes Forschungsthema.

Jahrestag-Fernsehen wird oft als wenig originelle Pflichtübung gescholten. Aber gerade im Fall des Putsches in der Türkei bot es die Chance, die Angelegenheiten hintergründiger, gründlicher und vielleicht auch auf einem niedrigeren Erregungspegel zu betrachten, als es in den regelmäßigen deutsch-türkischen Nachrichten-Scharmützeln üblich ist.

#I: Jahrestag des Putsches
epd Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei blickten die deutschen Sender ARD, ZDF, Arte und n-tv auf die Geschehnisse in der Türkei und auf die Bedrohung der Demokratie durch den fortwährenden Ausnahmezustand. Auch die deutsch-türkischen Beziehungen wurden beleuchtet. Unser Autor sah folgende Dokumentationen: "Die Story im Ersten: Die Nacht, in der die Panzer rollten", Regie und Buch: Oliver Mayer-Rüth, Ahmet Senyurt, Cemal Tasdan (ARD/BR, 10.7.17, 23.10-23.55 Uhr); "Exil Deutschland - Abschied von der Türkei", Regie und Buch: Can Dündar, Katja Deiß (Arte/HR, 11.7.17, 21.15-22.10 Uhr); "Türkei: Ringen um Demokratie", Regie und Buch: Imre Azem (Arte/ZDF, 11.7.17, 22.10-23.00 Uhr); "Stunde Null - Wohin steuert die Türkei?", Regie und Buch: Michael Behrens (Arte, 11.7.17, 23.00-23.55 Uhr); "Auslandsjournal - die Doku: Erdogans neue Türkei", Regie und Buch: Luc Walpot (ZDF, 13.7.17, 1.10-1.40 Uhr); "News Reportage: Alle Macht für Erdogan?", Regie und Buch: Nadja Kriewald (n-tv, 15.7.17, 19.15-20.15 Uhr); "Dunja Hayali" (ZDF, 12.7.17, 22.15-23.15 Uhr)

Den Anfang machte der Bayerische Rundfunk. Wie bereits der Titel ("Die Nacht, in der die Panzer rollten") vermuten lässt, waren in dem "Story"-Film im Ersten die meisten Originalaufnahmen aus der Putschnacht zu sehen. Angefangen von dem einzelnen Panzer, der sich am Abend des 15. Juli 2016 mitten im fließenden Verkehr durch Istanbul bewegt, bis hin zu den wütenden Bürgern, die am nächsten Tag Selbstjustiz üben und auf am Boden sitzende Soldaten einschlagen. Zuvor kam es allerdings auch zu erschreckend brutalen Szenen: Putschisten, die auf einer Bosporus-Brücke in die Menge der Zivilisten schießen. Kampfflugzeuge, die im Tiefflug über Ankaras Dächer rasen und das Parlament angreifen. Sprengsätze, die Menschen in den Tod reißen. Imponierend der Mut vieler, die sich den Panzern in den Weg stellen. Ein Musterbeispiel zivilen Widerstands, das man gerne feiern möchte, wäre der Widerstand gegen die Putschisten nicht in willkürliche Verfolgung umgeschlagen. Viele dieser Bilder waren dann in den vergangenen Tagen immer wieder auf verschiedenen Kanälen zu sehen.

Was hinter den Kulissen geschah, bleibt bis auf weiteres im Verborgenen und auch die Dokumentationen können es nicht erhellen. War Fethullah Gülen wirklich der Drahtzieher, wie Erdogan umgehend behauptete und später auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss feststellte? Wann erfuhr die Regierung in Ankara von den Putsch-Plänen? In dem Film des Autoren-Trios Oliver Mayer-Rüth, Ahmet Senyurt und Cemal Tasdan äußern auch Oppositionelle keine Zweifel daran, dass Mitglieder der Gülen-Bewegung für den Putsch verantwortlich gewesen seien. Doch der Putsch sei von der Regierung "kontrolliert" worden, sagt Mithat Sancar, Abgeordneter der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Der ehemalige Admiral Türker Ertürk spricht ebenfalls von einer "kontrollierten Frühgeburt: Sie brauchten den Putsch für ihr Vorgehen danach."

Die "Säuberungswelle"

Eindeutige Belege dafür, dass die Regierung vom Putsch wusste und die Umstürzler erst einmal losschlagen ließ, gibt es nicht. Allerdings verhinderte die Regierungspartei AKP, dass der Chef des Generalstabs und der Leiter des Geheimdienstes vor dem Untersuchungsausschuss aussagen mussten. Und Erdogan selbst lieferte noch in der Putschnacht die Steilvorlage. Er bezeichnete den Putsch als "Gnade Gottes" (in anderen Beiträgen lautet die Übersetzung "Geschenk Gottes"). Er "liefert uns den Grund, unsere Streitkräfte zu säubern". Bekanntlich zog Erdogans sogenannte Säuberungswelle erheblich weitere Kreise.

In dem Film aus der "Story"-Reihe werden die Ereignisse am 15. und 16. Juli 2016 häppchenweise serviert und erfüllen so den dramaturgischen Zweck, zwischen den Interviews und den historischen Exkursen Nerven kitzelnde Höhepunkte zu setzen. Zugleich verdeutlicht der Film am Beispiel eines Istanbuler Bezirks und seines angeschossenen Ortsvorstehers, welche persönliche Bedeutung die Erlebnisse jener "traumatischen Nacht" für viele Bürger haben - ein Aspekt, der angesichts der Erdogan'schen Politik leicht in den Hintergrund gerät.

Die Autoren verzichten in den eigenen Kommentaren auf einen permanent anklagenden oder verschwörerisch raunenden Tonfall. Auch der in Deutschland aufgewachsene AKP-Abgeordnete Mustafa Yeneroglu kann seine Sicht der Dinge zum Besten geben, ohne dass ihm die Autoren sogleich aus dem Off in die Parade fahren. Es ist entlarvend genug, wenn Yeneroglu es als "schwierig" bezeichnet, "in einer solchen Ausnahmesituation sämtliche Fälle unter idealen menschenrechtlichen Gesichtspunkten zu beschließen". Der Mann ist Vorsitzender der Menschenrechtskommission des türkischen Parlaments und in Deutschland eines der AKP-Sprachrohre.

Am 12. Juli lieferte sich Yeneroglu auch bei "Dunja Hayali" im ZDF mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière ein Wortgefecht. Der Schlagabtausch stand sinnbildlich für die Eiszeit in den deutsch-türkischen Beziehungen. Keine Hilfe war in dieser Sendung ein etwas dürftig recherchierter Beitrag über den Einfluss der türkischen Regierung auf den Konsulatsunterricht in Deutschland. Yeneroglu warf den deutschen Medien mal wieder eine "Dämonisierung" der Türkei vor.

Öffentliche Vorverurteilungen

Nun ist es offenkundig, dass die Machthaber in der Türkei ziemliche Experten in Sachen Dämonisierung sind. Was da in den verschiedenen Filmen an hetzerischen Reden und öffentlichen Vorverurteilungen dokumentiert wird, ist erschütternd. In allen Beiträgen finden sich Beispiele von Journalistinnen und Journalisten, von Professoren, Lehrern und anderen Staatsbediensteten, die entlassen und mit Terror-Vorwürfen konfrontiert sind. Den prominenten Fall der Literaturwissenschaftlerin Nuriye Gülmen, die nach ihrer Entlassung einen Hungerstreik begann und schließlich verhaftet wurde, schildern sowohl die ARD-"Story" als auch Luc Walpot im ZDF.

Walpot trieb außerdem zwei ehemalige Militärkadetten auf, die ebenfalls vom Regime in Ankara zu den Putschisten gezählt werden, aber die Vorwürfe zurückweisen. Der eine will seine Kaserne gar nicht verlassen haben, der andere beruft sich auf den Befehl seines Offiziers. Beiden drohen nun lange Haftstrafen.

Walpots Film "Erdogans neue Türkei" verbreitete jedoch mit aktuellen Bildern vom "Marsch für Gerechtigkeit" auch ein wenig Hoffnung. Der CHP-Vorsitzende Kemal Kilicdaroglu, der den Marsch initiiert hatte, nannte den am 20. Juli 2016 von Erdogan verhängten Ausnahmezustand im ZDF einen "zivilen Putsch".

Auch das Privatfernsehen, namentlich der zur RTL-Gruppe zählende Sender n-tv, widmete sich am 15. Juli mit einem Beitrag im "Auslandsreport" und anschließend mit einer knapp 45-minütigen "News Reportage" der Türkei. Bemerkenswert: Nadja Kriewald war Redaktionsleiterin, Moderatorin und Reporterin in einer Person. Ihr Film "Alle Macht für Erdogan?" bestand vor allem aus alten Magazinbeiträgen, die mehr oder weniger elegant neu zusammengesetzt und aktualisiert wurden. Immerhin bezeugte dieses Puzzle die Anstrengung Kriewalds, die Entwicklung in der Türkei und unter den Deutsch-Türken in den vergangenen Monaten kontinuierlich zu begleiten. Erst Ende vergangenen Jahres haben RTL und n-tv in Istanbul ein ständiges Büro eingerichtet.

Von "Dämonisieren" kann zwar keine Rede sein, aber dass Oppositionelle und Kritiker vielfach den Ton angeben, ist nicht zu bestreiten. Daran gibt es auch nichts auszusetzen, denn gerade jenen eine Stimme zu geben, denen das Wort regierungsamtlich abgeschnitten werden soll, ist journalistisch geboten. Zwei Filme, jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven, widmeten sich am Arte-Themenabend prominenten und weniger prominenten Erdogan-Kritikern.

Can Dündar im Exil

Die vom Hessischen Rundfunk verantwortete Dokumentation "Exil Deutschland - Abschied von der Türkei" (in gekürzter Form auch am 17. Juli im Ersten gesendet) erzählt vom Leben und Arbeiten Can Dündars in Berlin. Der ehemalige Chefredakteur der "Cumhuriyet", der in der Türkei kurz vor dem Putsch zu knapp sechs Jahren Haft verurteilt wurde, trifft weitere Exilanten und baut mit Unterstützung des Recherchebüros Correctiv die Online-Plattform "Özguruz" auf. Der Film setzt auf persönliche Ansprache, aber wenn Dündar schon aus der Ich-Perspektive berichten soll, warum lässt man dann seine Texte aus dem Off von einem anderen Sprecher vortragen?

"Nicht wir haben unser Land verlassen, unser Land hat uns verlassen", sagt Dündar, auf den in der Türkei vor laufender Kamera geschossen worden war und der sich auch in Deutschland nicht sicher fühlen kann. Aufs Taxifahren verzichtet er lieber, für manche seiner Landsleute ist er ein "Landesverräter", wie ein Berliner Taxifahrer der Coautorin Katja Deiß unmissverständlich bestätigt. Traurig, dass der Start von "Özguruz" nur unter Polizeischutz stattfinden kann. Dass ein staatstreuer türkischer Sender die Berliner Correctiv-Adresse bekanntgibt und einen Reporter an der Tür klingeln lässt, ist freilich nicht zu verhindern. "Es ist legal, uns zur Zielscheibe zu machen", erklärt Dündar bitter.

Das Pathos in dem Film hält sich zum Glück in Grenzen, und es wird deutlich, dass der von seiner Ehefrau getrennt lebende Dündar nicht nur von Politik und Medien hofiert wird, sondern auch einen Preis zu zahlen hat.

Die anschließende Dokumentation "Türkei: Ringen um Demokratie" bot nach dem Dündar-Film bei Arte einen willkommenen Perspektivwechsel - zurück zu den Oppositionellen in der Türkei. Auch diese deutsch-türkische Produktion (Gebrüder Beetz und Kibrit Film für ZDF, Arte und RTS/Schweiz) ist eine Art Helden-Stück. Autor und Regisseur Imre Azem begleitet seine "engsten Freunde", erklärt er zu Beginn. Dann aber hält er sich weitgehend zurück, lässt die Aktivisten für sich selbst sprechen und ergänzt die Bilder von Protest-Aktionen durch klug ausgewählte Archiv-Aufnahmen. Dabei entsteht das Bild einer differenzierten Szene aus Graswurzel-Bewegungen, die für verschiedene Ziele kämpft, auch gegen die Folgen der Gentrifizierung und der gewaltigen Bauprojekte im Erdogan-Staat.

Obwohl die "Nein"-Seite am Ende im Verfassungs-Referendum knapp verliert, gibt auch dieser Film Anlass zur Hoffnung. Man muss sich nur die Bilder von der Demonstration am Weltfrauentag vor Augen führen. Die Zehntausenden, die sich da in Istanbul versammeln, bezeugen: Erdogan und seine Anhänger sind nicht die Türkei.

Den umfassendsten Überblick lieferte der letzte Beitrag im Arte-Themenabend. "Stunde Null - Wohin steuert die Türkei?", von Spiegel TV für ZDF und Arte produziert, war leider kein filmischer Höhepunkt, weil das Stück über weite Strecken wie eine politikwissenschaftliche Vorlesung abgespult wurde und mit Zahlen, Fakten und viel Text vollgestopft war. Der Informationsgehalt war aber zweifellos hoch, und die Interviews mit Experten wie dem Orientalisten Daniel Gerlach oder dem Politologen Jan Techau waren aufschlussreich und prägnant.

Die Mitverantwortung Europas

Autor Michael Behrens liefert einen weiten geschichtlichen Abriss, beginnend mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453. Auch der Blick auf die jüngeren Entwicklungen gerät nicht schwarz und weiß. Der Politologe Michael Werz weist auf die ökonomischen Quantensprünge hin, "die der AKP auch zu Recht politisches Kapital verschafft haben". Und Günter Seufert von der Stiftung Wissenschaft und Politik erinnert an die "vernünftige, vermittelnde Politik" der Türkei im Nahen Osten.

Dass hier nicht nur Erdogans Politik, sondern auch mal die der Europäischen Union mit ihren ergebnisoffen geführten Beitrittsverhandlungen kritisch hinterfragt wird, bildete die Ausnahme in den TV-Angeboten zum Jahrestag. "Von der EU hingehalten, besinnt sich die Regierung auf ihr osmanisches Erbe", kommentiert Behrens. Gerlach erläutert, dass es viele Türken gekränkt habe, dass die Türkei in Mitteleuropa als orientalisches Land und ihre europäischen Traditionen als "unnatürlich" angesehen werden. Nicht erwähnt werden die lange Zeit dürftigen Integrationsbemühungen, weil die "Gastarbeiter" doch eigentlich wieder nach Hause geschickt werden sollten. Die Frage, welche Mitverantwortung Europa an der Entwicklung in der Türkei trägt, wurde jedenfalls ziemlich vernachlässigt im Jahrestags-Fernsehen.

Was außerdem fehlte: Reportagen aus dem Alltag, ein Blick in die Normalität der Türkei jenseits des politischen Streits. Erdogan-Anhänger kamen durchaus in einigen Filmen zu Wort. Ihnen ausführliche Beiträge zu widmen, mag zugegebenermaßen nicht sehr erbaulich sein. Dennoch ist es notwendig herauszufinden und abzubilden, was ihre Motive und Ansichten sind. Der gebotenen Solidarität mit Deniz Yücel, Mesale Tolu und den anderen über 160 in der Türkei inhaftierten Journalisten tut das keinen Abbruch.

Nicht ganz überraschend war Dunja Hayali diejenige, die in ihrer Sendung einen solchen Perspektivwechsel wagte - mit einem kurzen Beitrag von Autor Ulrich Bentele über zwei junge Männer türkischer Abstammung, die Deutschland den Rücken kehrten. Sie beklagten Alltagsrassismus und Islamfeindlichkeit, in Erdogans Türkei wagen sie einen Neu-Anfang. Hayali verkniff sich inquisitorische Fragen.

"Ein Jahr nach dem gescheiterten Putsch wirkt die Türkei für viele bedrohlich, verängstigt und erschöpft", kommentieren die Autoren des "Story"-Films am Ende. Was bleibt, ist mindestens eine traurige Gewissheit: Zur Ruhe kommen wird dieses Land vorerst nicht.

Aus epd medien Nr. 29 vom 21. Juli 2017

Thomas Gehringer