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»Niemand will das Buch zerschneiden«
Texte aus der Debatte über die Thesen von Prof. Slenczka zum Alten Testament
Selten hat eine theologische Debatte so viel öffentliches Aufsehen erregt wie die über die Thesen des Berliner Professors Notger Slenczka zum Alten Testament.

Die epd-Dokumentation 23/15 versammelt zentrale Texte dieser Debatte, erhebt aber ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So konnte der Aufsatz Slenczkas im »Marburger Jahrbuch Theologie« aus dem Jahr 2013 aus Platzgründen nicht aufgenommen werden.

Die Zusammenstellung beginnt mit einem Aufsatz Slenczkas, in dem er seine 2013 vorgelegte These erläutert. Friedhelm Pieper vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sprach darauf-hin von einem »handfesten theologischen Skandal«.

Auch von fünf Professorenkollegen der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität wurde Slenczka scharf kritisiert, darunter Christoph Markschies, Vorsitzender der Kammer für Theologie der EKD. Sechs weitere Humboldt-Professoren, unter ihnen Andreas Feldtkeller und Dorothea Wendebourg, nahmen Slenczka dagegen gegen den Vorwurf des Antijudaismus in Schutz. Aus ihrem Leserbrief an die FAZ stammt das Zitat, das dieser Ausgabe der epd-Dokumentation als Überschrift dient.

Micha Brumlik meldete sich in der »Jüdischen Allgemeinen« zu Wort. Slenczka erläuterte seine Position und Reaktion auf die öffentliche Debatte in einem Interview mit »Christ & Welt«, sein Kritiker Jens Schröter führte seine Position in der Evangelischen Zeitung für die Kirche in Norddeutschland aus. Ausgewählte Texte aus der Berichterstattung des Evangelischen Pressedienstes runden diese Ausgabe ab.

Aus epd-Dokumentation 23/15 vom 2. Juni 2015

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