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Überaltert? - Besucherstruktur im Kino und in den Videotheken ändert sich Auch die Besucher im Kino werden immer älter. Zumindest hat bei den älteren Erwachsenen das Kino wieder seine Attraktivität (zurück-)gewonnen. Nach der von der Berliner Filmförderungsanstalt in Auftrag gegebenen und von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführten Kinobesucher-Studie 2004 zeigte sich, dass in der Altersgruppe der über 30-Jährigen zwölf Prozent mehr Eintrittskarten verkauft wurden; der Anstieg ist am deutlichsten bei den über 50-Jährigen. Allerdings zeigte diese Studie auch, dass die über 30-Jährigen sich meist erst spät für den Besuch eines bestimmten Films entscheiden, oft erst in der zweiten oder dritten Woche nach seinem Start. Da läuft er dann in mancher Stadt nicht mehr. Die Studie brachte auch zu Tage, dass 16 Prozent aller Kinobesucher für die Hälfte des Gesamtumsatzes verantwortlich sind. Aber immer noch rangiert der Kinobesuch bei den Mediaausgaben auf Platz fünf, Ausgaben für Bücher, Musik, Entertainment und Software sind den Deutschen wichtiger. Auch bei den Videotheken ist die Alterspyramide mittlerweile zu einem Thema geworden. Laut einer weiteren Studie der GfK suchen vor allem Jugendliche Videotheken immer seltener auf. Das durchschnittliche Alter eines Videothekennutzers kletterte mittlerweile auf 30,9 Jahre. Die jugendlichen Nutzer, also die Altersgruppe unter 20, machen mittlerweile nur noch 21 Prozent der Videothekenbesucher aus. Ein Sprecher des Bundesverbands für audiovisuelle Medien begründete diesen Rückgang mit der Nutzung „alternativer bzw. illegaler“ Quellen – sprich: schwarzgebrannten DVDs. Auch die Zahl der Benutzer von Videotheken ist zurückgegangen. Insgesamt wurden 2004 aber mehr Filme vermietet als 2003. Das liegt, wie beim Kino, an den „Intensivnutzern“. epd Film Abonnement © epd Hinweis zum Urheberrecht |
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