Einen Runden Tisch zur besseren schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag in München eingesetzt. Gemeinsam mit Einrichtungen und Organisationen sollen Konzepte erarbeitet werden, um die Chancen der Kinder zu verbessern, erklärte Spaenle. Derzeit besuchten in Bayern rund 162.000 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund allgemeinbildende Schulen, rund 100.000 von ihnen sind muslimischen Glaubens.In Arbeitsgruppen sollen in den kommenden Monaten konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Dazu gehören eine intensive Deutschförderung, die Vermittlung interkultureller Kompetenzen und die Erziehung zur Demokratie. Auch der islamische Religionsunterricht, der bislang an Modellschulen stattfand, solle landesweit erprobt werden, kündigte der Minister an. Am Runden Tisch nahmen Vertreter von Generalkonsulaten, der Islamischen Religionsgemeinschaft, der kommunalen Spitzenverbände und der Schulverwaltung teil. (0531/24.03.09)