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  Bischof Friedrich: Menschenrechtslage in China unbefriedigend
Lob für Kanzlerin Merkel – Positive Veränderungen für Religionsausübung


München (epd).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für ihr Eintreten für die Menschenrechte in China Kirchenlob erhalten. Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich sagte in einem Zeitungsinterview, die Kanzlerin habe deutlich gemacht, dass es Deutschland nicht gleichgültig sei, wie es um die Menschenrechte in China bestellt sei.

Die Lage der Menschenrechte sei längst nicht befriedigend, sagte Friedrich und beklagte die etwa 4.000 Hinrichtungen pro Jahr in China. Auch wenn die Zahl der Hinrichtungen um 3.000 deutlich zurückgegangen sei, dürfe dies nicht stillschweigend hingenommen werden. Die Politik müsse deshalb immer wieder darauf aufmerksam machen, dass in dem Land "viel Unrecht geschieht", insbesondere in den Provinzen.

Es gebe aber auch Veränderungen, sagte der Bischof. So könnten chinesische Richter nicht mehr allein die Todesstrafe verhängen, da eine zusätzliche staatliche Kontrollinstanz eingerichtet worden sei. Das mache in China Mut.

Friedrich selbst war vor wenigen Tagen von einer zweiwöchigen China-Reise zurückgekehrt. Dabei habe er positiv festgestellt, die kommunistische Partei Chinas habe gelernt, "dass es ohne Religion nicht geht." Die Zeiten seien vorbei, in denen die Regierung meine, die Religion ausrotten zu können. Stattdessen werde eine kontrollierte Religionsausübung auch für Christen zugelassen. (1563/29.08.07)








 
 

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